Deutsche Tageszeitung - Massiver Stromausfall in Berlin - Polizei vermutet Brandanschlag auf Kabelanlage

Massiver Stromausfall in Berlin - Polizei vermutet Brandanschlag auf Kabelanlage


Massiver Stromausfall in Berlin - Polizei vermutet Brandanschlag auf Kabelanlage
Massiver Stromausfall in Berlin - Polizei vermutet Brandanschlag auf Kabelanlage / Foto: © AFP/Archiv

In Berlin hat ein Brand in einer Kabelanlage, der womöglich durch einen Anschlag ausgelöst wurde, zu einem massiven Stromausfall geführt. Rund 45.000 Haushalte und 2200 Gewerbeeinheiten im Berliner Südwesten waren am Samstag ohne Strom, wie der Netzbetreiber Stromnetz Berlin mitteilte. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung.

Textgröße ändern:

"Wir versuchen, nach und nach die Leute wieder mit Strom zu versorgen", sagte ein Sprecher von Stromnetz Berlin. Bis mindestens zum frühen Abend müssten die Betroffenen in den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde aber wohl ohne auskommen.

Laut Polizei kam es am frühen Samstagmorgen zu einem Brand in einer Kabelbrücke. "Unsere Kripo ist vor Ort und ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung", erklärte die Behörde im Onlinedienst X. Die Spurensicherung sei noch vor Ort, die Ermittlungen liefen, sagte eine Sprecherin.

Die Polizei warnte, dass es wegen fehlenden Stroms auch zu Heizungsausfällen kommen könne. Betroffene sollten prüfen, "ob sie die Möglichkeit haben, bei Freunden oder Verwandten unterzukommen". Zudem könnten auch die Mobil- und Festnetztelefonnetzwerke beeinträchtigt sein.

Auch die Bahnhöfe in den betroffenen Stadtteilen sind nach Angaben der S-Bahn Berlin ohne Strom. "Hier gibt es keine Fahrgastinformationen, Automaten und Entwerter funktionieren nicht." Auf den Bahnverkehr wirke sich dies jedoch nicht aus. "Die S-Bahnen fahren."

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Panamakanalbehörde reduziert wegen El Niño Anzahl der täglich erlaubten Schiffe

Wegen des Klimaphänomens El Niño hat am Freitag die Reduzierung des Schiffsverkehrs im Panamakanal begonnen. Die Zahl der Schiffe, welche die Wasserstraße zwischen dem Atlantik und dem Pazifik durchqueren dürfen, wird bis Mitte September schrittweise von 36 auf 32 pro Tag gesenkt, wie die Panamakanalbehörde mitteilte. Als Grund für die Entscheidung nannte die Behörde die niedrigen Wasserstände in den beiden künstlichen Seen, aus denen der Kanal gespeist wird.

Forscher: Tausende OpenAI-KI-Agenten kapern deutsche Website

Tausende autonome KI-Agenten des US-Technologieunternehmens OpenAI haben einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung zufolge eigenmächtig eine deutsche Programmierer-Website gekapert. Auf der frei bearbeitbaren Plattform DSEwiki hinterließen sie demnach rund 18.000 Beiträge, in denen sie Antworten auf Testfragen und Tipps zum Umgehen digitaler Sicherheitsbarrieren austauschten.

US-Arbeitsmarkt im August robuster: Trump droht Notenbank Fed

Der Arbeitsmarkt in den USA hat sich im August robuster erwiesen als erwartet. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg im vergangenen Monat um 162.000, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Präsident Donald Trump nannte die Zahlen "großartig" und erhöhte zugleich den Druck auf die Zentralbank Fed, den Leitzins zu senken.

Ohne Lenkrad und Pedale: US-Verkehrsbehörde nimmt Teslas Robotaxi unter die Lupe

Das selbstfahrende Cybercab von Tesla hat die US-Verkehrsbehörde auf den Plan gerufen. Die Nationale Behörde für Straßen- und Verkehrssicherheit (NHTSA) äußerte zum Start des Robotaxi-Angebots am Freitag Zweifel, dass ein Auto ohne Lenkrad, Pedale und Spiegel die bundesweiten Vorschriften erfüllt. Tesla hatte sein Cybercab wie in den USA üblich selbst zertifiziert.

Textgröße ändern: