Deutsche Tageszeitung - Anschlag auf Stromnetz: Polizei hält Bekenntnis von Linksextremisten für glaubhaft

Anschlag auf Stromnetz: Polizei hält Bekenntnis von Linksextremisten für glaubhaft


Anschlag auf Stromnetz: Polizei hält Bekenntnis von Linksextremisten für glaubhaft
Anschlag auf Stromnetz: Polizei hält Bekenntnis von Linksextremisten für glaubhaft / Foto: © AFP

Der Anschlag auf das Stromnetz in Teilen Berlins ist aller Wahrscheinlichkeit nach von Linksextremisten verübt worden. Ein Bekennerschreiben einer linksextremistischen Gruppierung namens Vulkangruppe sei nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen als "glaubhaft" eingestuft worden, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag in Berlin. Die Ermittlungen zum Tathintergrund gingen aber weiter.

Textgröße ändern:

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) hatte zuvor gesagt, der großflächige Stromausfall seit Samstagfrüh mit zehntausenden betroffenen Haushalten sei vorsätzlich mit Brandsätzen verursacht worden. Insgesamt seien fünf Hochspannungs- und zehn Mittelspannungskabel "durch mehrere Brandsätze" zerstört oder beschädigt worden.

Durch den infolge des Brands verursachten Stromausfall im Südwesten der Bundeshauptstadt waren seit Samstagfrüh insgesamt 45.000 Haushalte und 2200 Gewerbeeinheiten von der Stromversorgung abgeschnitten. Bis Sonntagvormittag konnten nach Angaben von Giffey rund zehntausend Haushalte wieder an das Netz angeschlossen werden.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Finnland erteilt Betriebsgenehmigung für unterirdisches Endlager für Atommüll

Finnland hat den Betrieb des weltweit ersten Endlagers für abgebrannte Kernbrennstoffe genehmigt. Wie das Entsorgungsunternehmen Posiva am Donnerstag erklärte, soll das Lager in der Gemeinde Eurajoki im Südwesten Finnlands bald den Betrieb aufnehmen, ein genaues Datum steht demnach aber noch nicht fest. Der Bau des unterirdischen Lagers namens "Onkalo" - Finnisch für Höhle - war vor 22 Jahren begonnen worden.

Müll rausbringen und Abwaschen war einmal - Erleichterungen für Airbnb-Gäste

Vor dem Verlassen einer Airbnb-Unterkunft noch den Müll rausbringen oder das Geschirr spülen - das gehört künftig der Vergangenheit an: Die Plattform für Kurzzeitvermietungen verschärft ihre Vorgaben für Anbieter von Unterkünften. Diese dürfen ihren Gästen künftig deutlich weniger vorschreiben. Feedback von Airbnb-Nutzern habe ergeben, dass die bisherigen Regeln oft "verwirrend, einschränkend und schwer umsetzbar" seien, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Deshalb würden sie überarbeitet.

Steuerschätzung: Klingbeil sieht trotz Mehreinnahmen 2027 "keine neuen Spielräume"

Mehr Steuereinnahmen als erwartet, aber keine Luft für neue Entlastungen: Obwohl der Bund für das kommende Jahr mit zusätzlichen Einnahmen von 4,1 Milliarden Euro rechnen kann, sieht Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) "keine neuen Spielräume" im Haushalt und verweist auf eine weiter notwendige Konsolidierung. Anlässlich der neuen Steuerschätzung erteilte er am Donnerstag auch den Forderungen aus den Ländern und der Wirtschaft nach einer Senkung der Stromsteuer für alle eine Absage.

Söder will mit Geberländern Extremismusklausel im Länderfinanzausgleich durchsetzen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist mit einer Forderung nach einer Extremismusklausel im Länderfinanzausgleich auf ein geteiltes Echo gestoßen. Zustimmung für seine Idee kam von dem hessischen Regierungschef Boris Rhein (CDU), der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) sprach von einem "falschen Weg".

Textgröße ändern: