Deutsche Tageszeitung - Pünktlichkeit der Deutschen Bahn im Dezember deutlich verbessert

Pünktlichkeit der Deutschen Bahn im Dezember deutlich verbessert


Pünktlichkeit der Deutschen Bahn im Dezember deutlich verbessert
Pünktlichkeit der Deutschen Bahn im Dezember deutlich verbessert / Foto: © AFP

Die Deutsche Bahn hat weiterhin mit großen Problemen bei der Zuverlässigkeit zu kämpfen, zum Jahresende hin verbesserte sich die Pünktlichkeit im Fernverkehr jedoch deutlich. Im Dezember kamen 61,7 Prozent der Züge mit weniger als sechs Minuten Verspätung ans Ziel, wie die Bahn am Sonntag mitteilte. Das ist der beste Monatswert seit Mai. Im November hatte die Pünktlichkeitsquote bei 54,5 Prozent gelegen, nachdem sie im Oktober den Tiefstand von 51,5 Prozent erreicht hatte.

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Im Jahresschnitt lag die Pünktlichkeit im DB-Fernverkehr bei 60,1 Prozent. Damit verschlechterte sie sich im Vergleich zum Vorjahr erneut, als im Schnitt noch 62,5 Prozent der Züge im Fernverkehr pünktlich waren. Dennoch fällt der Jahresschnitt etwas besser aus als erwartet. Die neue Bahn-Chefin Evelyn Palla war zuvor von einer Quote unter 60 Prozent ausgegangen.

Die sogenannte Reisendenpünktlichkeit, welche die pünktliche Ankunft von Fahrgästen am gebuchten Zielbahnhof misst, lag im Dezember bei 68,7 Prozent, nach 61,9 Prozent im November. Als pünktlich angekommen gelten Reisende mit weniger als 15 Minuten Verspätung. Im Jahresschnitt gab es hier eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahr von 67,4 auf 65,5 Prozent.

Die Verbesserung im Dezember könnte zum Teil auf die Zeit um die Weihnachtsfeiertage zurückzuführen sein. Die Bahn hatte in der wichtigen Reisezeit mehr Züge fahren lassen und zugleich die Baustellen reduziert. Über die Feiertage war die Pünktlichkeitsquote so deutlich gestiegen.

Im Regionalverkehr lag die Pünktlichkeitsquote im Dezember bei 88,4 Prozent. Über das Jahr gesehen waren 88,7 Prozent der Regionalzüge pünktlich, nach 90,3 Prozent im Vorjahr.

Die Bahn steckt tief in der Krise. Große Teile der Infrastruktur sind marode und störanfällig, die Pünktlichkeitswerte insbesondere im Fernverkehr leiden darunter. Mit Investitionen des Bundes in Höhe von 23 Milliarden Euro im Jahr 2026 und dem von Bahnchefin Palla eingeleiteten Reformkurs des Konzerns solle nun die Trendwende eingeläutet werden, erklärte die Bahn.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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