Deutsche Tageszeitung - Strom für KI: Meta schließt weitere Abkommen mit Atomenergieunternehmen

Strom für KI: Meta schließt weitere Abkommen mit Atomenergieunternehmen


Strom für KI: Meta schließt weitere Abkommen mit Atomenergieunternehmen
Strom für KI: Meta schließt weitere Abkommen mit Atomenergieunternehmen / Foto: © AFP

Der US-Online-Konzern Meta hat weitere Abkommen mit Atomenergieunternehmen geschlossen, um den steigenden Strombedarf für KI-Rechenzentren zu decken. Durch Vereinbarungen mit Vistra, TerraPower und Oklo sollen der Betrieb von drei Kernkraftwerken verlängert und ausgeweitet sowie die Entwicklung neuer Nukleartechnologien gefördert werden, wie der Mutterkonzern von Facebook und Instagram am Freitag mitteilte.

Textgröße ändern:

"Die Kernenergie wird dazu beitragen, unsere KI-basierte Zukunft mit Energie zu versorgen, die Energieinfrastruktur unseres Landes zu stärken und saubere und zuverlässige Elektrizität für alle bereitzustellen", erklärte Joel Kaplan von Meta.

Mit Oklo und TerraPower will Meta zur Finanzierung einer neuen Generation von Kernreaktoren beitragen, mit dem Ziel, bereits 2030 eine erste Anlage in Betrieb zu nehmen. Vistra betreibt bereits bestehende Kraftwerke, deren Betriebsdauer verlängern und deren Produktionskapazität in den Bundesstaaten Ohio und Pennsylvania ausgeweitet werden soll.

Mitte 2025 hatte Meta bereits eine ähnliche Kooperation mit Constellation Energy verkündet. Das Unternehmen soll Meta über 20 Jahre mit Atomstrom aus seinem Reaktor in Clinton (Illinois) versorgen. Auch Google ist in dieser Richtung aktiv.

Der massive Strombedarf von Rechenzentren, die für KI-Anwendungen nötig sind, hat zu einem Aufschwung der Atomindustrie in den USA geführt. Die US-Regierung kündigte im Oktober an, im Rahmen einer Partnerschaft mit der Westinghouse Electric Company mindestens 80 Milliarden Dollar in den Bau neuer konventioneller Kernreaktoren zu investieren.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Finnland erteilt Betriebsgenehmigung für unterirdisches Endlager für Atommüll

Finnland hat den Betrieb des weltweit ersten Endlagers für abgebrannte Kernbrennstoffe genehmigt. Wie das Entsorgungsunternehmen Posiva am Donnerstag erklärte, soll das Lager in der Gemeinde Eurajoki im Südwesten Finnlands bald den Betrieb aufnehmen, ein genaues Datum steht demnach aber noch nicht fest. Der Bau des unterirdischen Lagers namens "Onkalo" - Finnisch für Höhle - war vor 22 Jahren begonnen worden.

Müll rausbringen und Abwaschen war einmal - Erleichterungen für Airbnb-Gäste

Vor dem Verlassen einer Airbnb-Unterkunft noch den Müll rausbringen oder das Geschirr spülen - das gehört künftig der Vergangenheit an: Die Plattform für Kurzzeitvermietungen verschärft ihre Vorgaben für Anbieter von Unterkünften. Diese dürfen ihren Gästen künftig deutlich weniger vorschreiben. Feedback von Airbnb-Nutzern habe ergeben, dass die bisherigen Regeln oft "verwirrend, einschränkend und schwer umsetzbar" seien, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Deshalb würden sie überarbeitet.

Steuerschätzung: Klingbeil sieht trotz Mehreinnahmen 2027 "keine neuen Spielräume"

Mehr Steuereinnahmen als erwartet, aber keine Luft für neue Entlastungen: Obwohl der Bund für das kommende Jahr mit zusätzlichen Einnahmen von 4,1 Milliarden Euro rechnen kann, sieht Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) "keine neuen Spielräume" im Haushalt und verweist auf eine weiter notwendige Konsolidierung. Anlässlich der neuen Steuerschätzung erteilte er am Donnerstag auch den Forderungen aus den Ländern und der Wirtschaft nach einer Senkung der Stromsteuer für alle eine Absage.

Söder will mit Geberländern Extremismusklausel im Länderfinanzausgleich durchsetzen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist mit einer Forderung nach einer Extremismusklausel im Länderfinanzausgleich auf ein geteiltes Echo gestoßen. Zustimmung für seine Idee kam von dem hessischen Regierungschef Boris Rhein (CDU), der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) sprach von einem "falschen Weg".

Textgröße ändern: