Deutsche Tageszeitung - Trump trifft nach US-Angriff auf Venezuela Chefs von Ölkonzernen

Trump trifft nach US-Angriff auf Venezuela Chefs von Ölkonzernen


Trump trifft nach US-Angriff auf Venezuela Chefs von Ölkonzernen
Trump trifft nach US-Angriff auf Venezuela Chefs von Ölkonzernen / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat sich am Freitag mit den Chefs von Ölkonzernen im Weißen Haus getroffen. "Wir werden darüber sprechen, wie diese großartigen amerikanischen Unternehmen dabei helfen können, Venezuelas marode Ölindustrie rasch wieder aufzubauen und Millionen Barrel Öl zu produzieren, von denen die USA, die Bevölkerung Venezuelas und die ganze Welt profitieren werden", sagte Trump zu Beginn des Treffens.

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Nach Angaben Trumps wird seine Regierung darüber entscheiden, welche Ölkonzerne in Venezuela tätig sein dürfen. "Wir werden die Entscheidung treffen, welche Ölfirmen reingehen dürfen, welchen wir das erlauben und mit welchen Unternehmen wir einen Vertrag abschließen werden", sagte der US-Präsident.

Die Verhandlungen über Ölgeschäfte in Venezuela wird nach Angaben Trumps ausschließlich die US-Regierung führen. "Sie verhandeln direkt mit uns, Sie verhandeln überhaupt nicht mit Venezuela, wir wollen nicht, dass Sie mit Venezuela verhandeln", sagte Trump an die Konzernchefs gerichtet.

An dem Treffen nahmen neben Vertretern der Unternehmen Chevron, Exxon, Conoco Phillips, Continental, Halliburton, HKN, Valero, Marathon, Shell, Trafigura, Vitol Americas, Repsol, Eni, Aspect Holdings, Tallgrass, Raisa Energy und Hilcorp auch US-Außenminister Marco Rubio und Energieminister Chris Wright teil.

Vor dem Treffen hatte Trump milliardenschwere Investitionen in den Ölsektor Venezuelas angekündigt. "Mindestens 100 Milliarden Dollar (86 Milliarden Euro) werden von den großen Ölkonzernen investiert, die ich alle heute im Weißen Haus treffen werde", erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.

Seit dem US-Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro vergangene Woche hatte Trump immer wieder sein Interesse an den großen Ölvorkommen Venezuelas bekundet. Bisher ist der Ölkonzern Chevron das einzige US-Unternehmen, das über eine Lizenz für Venezuela verfügt.

Trump hatte nach Maduros Gefangennahme gesagt, Venezuela stehe nun unter der Kontrolle der USA. In einem am Donnerstag veröffentlichten Zeitungsinterview sagte er, dieser Zustand könne noch Jahre dauern. Laut US-Energieminister Wright wird der Verkauf des venezolanischen Öls "auf unbestimmte Zeit" von Washington kontrolliert. Venezuela soll den USA laut Trump künftig 30 bis 50 Millionen Barrel Öl liefern und mit den Einnahmen daraus ausschließlich US-Produkte kaufen.

(B.Izyumov--DTZ)

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