Deutsche Tageszeitung - Neue Gemini-Anwendung: Google setzt mit Partnerunternehmen auf KI-gestütztes Einkaufen

Neue Gemini-Anwendung: Google setzt mit Partnerunternehmen auf KI-gestütztes Einkaufen


Neue Gemini-Anwendung: Google setzt mit Partnerunternehmen auf KI-gestütztes Einkaufen
Neue Gemini-Anwendung: Google setzt mit Partnerunternehmen auf KI-gestütztes Einkaufen / Foto: © AFP

Shopping mit Künstlicher Intelligenz (KI): Der US-Onlinekonzern Google hat gemeinsam mit Partnerunternehmen eine neue Anwendung seines Modells Gemini für KI-gestütztes Einkaufen vorgestellt. Das Tool Gemini Enterprise for Customer Experience (CX) soll Käufer von der Produktsuche bis zum Kundenservice begleiten, wie das Unternehmen am Sonntag mitteilte. Für das KI-gestützte Shoppen konnte Google bereits zahlreiche US-Händler gewinnen, darunter den bekannten Supermarktriesen Walmart und die Schnellrestaurantkette Papa John's.

Textgröße ändern:

Google und seine Partner gaben ihre Zusammenarbeit anlässlich der Jahreskonferenz des Einzelhandelsverbands National Retail Federation in New York bekannt.

CX werde "komplexe Gedankengänge nutzen, um Nutzer-Absichten zu verstehen", erklärte Google in einer Stellungnahme. Die Gemini-Integration werde dann "mehrstufige Aufgaben im Auftrag eines Kunden unter Berücksichtigung seiner Präferenzen und seiner Zustimmung ausführen". Außerdem könnten Nutzer einkaufen und mit dem Kundenservice interagieren, ohne die Google-Anwendung zu verlassen.

Kevin Vasconi von Papa John's zufolge arbeitet die Pizza-Kette gemeinsam mit Google daran, "jede Interaktion zu personalisieren und jede Entscheidung zu vereinfachen". Auch Unstimmigkeiten bei den Kontakten mit Kunden sollen damit ausgeräumt werden.

Walmart erklärte, das Tool werde dazu beitragen, Produkte anzubieten, die den Bedürfnissen der Kunden am besten entsprechen. Die Suche nach Produkten soll mit Hilfe des KI-Assistenten im besten Fall auch öfter in Käufe münden.

"Wir möchten unseren Kunden helfen, das zu bekommen, was sie brauchen und wollen, wann und wo sie es wollen", sagte Walmart-Chef John Furner. Walmart setzt ihm zufolge auf "nahtlose Einkaufserlebnisse, die intuitiver und persönlicher sind als je zuvor".

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Trump begrüßt mögliches Aus für Zeitumstellung in den USA

Als "großartige Nachricht für Amerika" hat US-Präsident Donald Trump ein mögliches Ende der Zeitumstellung in den Vereinigten Staaten gefeiert. Er begrüßte am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social ein Votum des Repräsentantenhauses für eine dauerhafte Sommerzeit. Damit dies in Kraft treten kann, müsste auch der Senat zustimmen. Dies gilt aber als ungewiss.

Frankreich erlaubt Sterbehilfe für unheilbar Kranke

Unheilbar kranke Menschen haben in Frankreich künftig das Recht, sich unter strengen Auflagen beim Suizid helfen zu lassen. Die Nationalversammlung verabschiedet am Mittwoch mit 291 zu 241 Stimmen endgültig ein entsprechendes Gesetz, das eine "Hilfe beim Sterben" ermöglicht. Demnach können Patienten sich ein tödliches Medikament verschreiben lassen, das sie in der Regel selbst einnehmen. Nur falls sie körperlich nicht dazu in der Lage sind, kann ein Arzt oder ein Pfleger ihnen dabei helfen.

Verdacht auf Sozialbetrug in Millionenhöhe: Razzien in neun Bundesländern

In neun Bundesländern hat der Zoll am Mittwoch Unternehmen und Wohnungen wegen mutmaßlichen Sozialbetrugs in großem Stil durchsucht. Den Sozialkassen sei ein Schaden von mindestens 1,3 Millionen Euro entstanden, teilte das Hauptzollamt im bayerischen Landshut mit. Verdächtigt werden sieben Männer aus der Baubranche, die Sozialversicherungsbeiträge hinterzogen haben sollen.

Gesundheitssystem soll digitaler werden - elektronische Arztüberweisung geplant

Die Bundesregierung will das Gesundheitssystem stärker digitalisieren - ein entsprechendes Gesetz beschloss das Kabinett am Mittwoch. Demnach soll bis zum 1. September 2029 schrittweise die elektronische Arztüberweisung eingeführt werden. Zudem ist ein Ausbau der elektronischen Patientenakte (ePA) und eine bessere Nutzung von Gesundheitsdaten geplant. Krankenkassen begrüßten die Pläne, die Ärzteschaft reagierte hingegen mit Kritik.

Textgröße ändern: