Deutsche Tageszeitung - Onlinedienst X schränkt Chatbot Grok beim Erstellen von KI-Nacktbildern ein

Onlinedienst X schränkt Chatbot Grok beim Erstellen von KI-Nacktbildern ein


Onlinedienst X schränkt Chatbot Grok beim Erstellen von KI-Nacktbildern ein
Onlinedienst X schränkt Chatbot Grok beim Erstellen von KI-Nacktbildern ein / Foto: © AFP

Der Onlinedienst X von US-Milliardär Elon Musk hat seinen KI-Chatbot Grok eigenen Angaben zufolge bei der Erstellung gefälschter Nacktbilder eingeschränkt. In Ländern, in denen solche Handlungen illegal sind, wurde die Funktion, Menschen in "Bikinis, Unterwäsche und ähnlicher Kleidung" darzustellen, für alle Grok- und X-Nutzer "geografisch blockiert", wie der Onlinedienst am Mittwoch erklärte.

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Das Sicherheitsteam von X erklärte, es seien "technische Maßnahmen" ergriffen worden, "um zu verhindern, dass über das Grok-Konto Bilder von realen Personen in freizügiger Kleidung wie Bikinis bearbeitet werden können". Diese Einschränkung gelte für "alle Nutzer, einschließlich zahlender Abonnenten".

Wenige Stunden vor der Stellungnahme hatte der US-Bundesstaat Kalifornien eine Untersuchung gegen Grok eröffnet. Kalifornien will laut Generalstaatsanwalt Rob Bonta klären, ob Musks KI-Firma xAI gegen Gesetze des Bundesstaats zum Schutz vor Belästigung verstoßen hat. Zuvor hatten bereits die Europäische Union und Großbritannien den KI-Chatbot ins Visier genommen.

Stein des Anstoßes ist der neue "Spicy Mode" (scharfer Modus) bei Grok, mit dem Nutzer in Sekundenschnelle anzügliche Bilder von Frauen oder Kindern erstellen können - etwa mit Aufforderungen wie "entferne ihre Kleider" oder "ziehe ihr einen Bikini an". Auch die Erstellung und Verbreitung kinderpornografischer Inhalte ist damit möglich.

Die EU-Kommission und die britische Aufsichtsbehörde Ofcom hatten Musks Unternehmen deshalb aufgefordert, Maßnahmen zum Schutz der Grok-Nutzer zu ergreifen. Sie reagierten am Mittwoch zurückhaltend auf die Ankündigung des Unternehmens, mit den europäischen Behörden zusammenarbeiten zu wollen. Wenn die geplanten Änderungen nicht effektiv seien, werde sich die EU-Kommission nicht scheuen, ihr ganzes juristisches Arsenal zu nutzen, erklärte ein Sprecher in Brüssel.

Am Samstag hatte Indonesien als weltweit erstes Land Grok vollständig gesperrt. Malaysia ergriff die gleiche Maßnahme am Sonntag. Anderswo wurde die Nutzung des Tools auf zahlende Kunden beschränkt.

(V.Varonivska--DTZ)

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