Deutsche Tageszeitung - Ärger um KI-Chatbot Grok: Wildberger sieht möglichen Regelungsbedarf

Ärger um KI-Chatbot Grok: Wildberger sieht möglichen Regelungsbedarf


Ärger um KI-Chatbot Grok: Wildberger sieht möglichen Regelungsbedarf
Ärger um KI-Chatbot Grok: Wildberger sieht möglichen Regelungsbedarf / Foto: © AFP/Archiv

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat im Zusammenhang mit dem KI-Chatbot Grok eine Nachschärfung von Gesetzen auf nationaler Ebene nicht ausgeschlossen. "Wir haben Gesetze, die gelten natürlich auch im Onlinebereich", sagte Wildberger laut einem Vorabbericht vom Freitag dem Deutschlandfunk. "Wir stellen halt fest, dass es im Onlinebereich immer schwieriger ist, das umzusetzen." Er sehe zudem nicht nur bei sogenannten Deepfakes Handlungsbedarf, sondern auch bei von KI erzeugten Informationen.

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Der Onlinedienst X war wegen KI-Bildern von Frauen im Bikini und in sexualisierten Posen unter Druck geraten. Der Konzern von US-Milliardär Elon Musk will nun das "Entkleiden" von Menschen durch seinen Chatbot Grok künftig verhindern.

Stein des Anstoßes ist der neue "Spicy Mode" (scharfer Modus) bei Grok, mit dem Nutzer in Sekundenschnelle anzügliche Bilder von Frauen oder Kindern erstellen konnten - etwa mit Aufforderungen wie "entferne ihre Kleider" oder "zieh ihr einen Bikini an". Auch die Erstellung und Verbreitung kinderpornografischer Inhalte war damit möglich.

Für Wildberger ist die Vereinfachung der Entwicklung europäischer Produkte der Weg, um solche Probleme dauerhaft zu lösen. Der praktikabelste Weg sei, "wenn es uns gelingt, auch europäische Produkte, die skalierfähig sind, das heißt, die große Anwenderzahlen bekommen, zu entwickeln".

Ein zu zaghaftes Vorgehen der EU-Kommission in Sachen Grok sieht er gleichwohl nicht. Es sei auch nicht nur die Politik, die Antworten finden müsse, sagte Wildberger. "Jeder, der sagt, das finden wir nicht gut und wir haben bestimmte Grundwerte, kann sich doch selber ein Bild machen." Jeder Nutzer könne für sich selbst eine Entscheidung treffen.

Es sei aber auch kein guter Ansatz, jedes Risiko von vornherein ausschließen zu wollen, wie es die KI-Verordnung der EU versucht habe, betonte der Minister. Dies habe die Entwicklung von eigenen KI-Modellen in der EU behindert. Das Interview mit Wildberger wird am Sonntag gesendet.

(W.Uljanov--DTZ)

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