Deutsche Tageszeitung - Mehrere tausend Menschen demonstrieren in Berlin für andere Agrarpolitik

Mehrere tausend Menschen demonstrieren in Berlin für andere Agrarpolitik


Mehrere tausend Menschen demonstrieren in Berlin für andere Agrarpolitik
Mehrere tausend Menschen demonstrieren in Berlin für andere Agrarpolitik / Foto: © AFP

In Berlin haben am Samstag mehrere tausend Menschen für eine andere Landwirtschaft demonstriert. An der "Wir haben es satt"-Großdemonstration nahmen nach Polizeiangaben rund 2800 Menschen teil. Das veranstaltende Bündnis sprach von 8000 Teilnehmenden. Die Kundgebung stand unter dem Motto "Haltung zeigen - für eine zukunftsfähige Landwirtschaft weltweit." Gefordert wurden unter anderem faire Erzeugerpreise, eine artgerechte Tierhaltung und Klimagerechtigkeit.

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"Wir zeigen Haltung – ob als Landwirtin, die im Stall und auf dem Acker anpackt, oder als Verbraucher, der gesunde und nachhaltig erzeugte Lebensmittel wertschätzt", erklärte der Sprecher des "Wir haben es satt"-Bündnisses, Jan Greve. Kritik übte er an der Politik der schwarz-roten Bundesregierung: Diese mache "eine Agrarpolitik von vorgestern und gefährdet unsere Zukunft", bemängelte Greve. "Wie erinnern sie an ihre Verantwortung."

Die Initiatoren kritisierten auch das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Staaten. Das Abkommen bedeute "Abholzung, Ausbeutung und Umweltzerstörung in den Ländern des Globalen Süden". EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wollte das Abkommen zusammen mit anderen südamerikanischen Staatschefs am Samstag in Paraguay unterzeichnen.

Die Großdemonstration startete am Mittag mit einer Kundgebung am Brandenburger Tor. Anschließend ging es durch das Berliner Regierungsviertel und wieder zurück zum Brandenburger Tor, zu einer Abschlusskundgebung. Anlass für die Demonstration war auch die Landwirtschafts- und Ernährungsmesse Grüne Woche, die noch bis Ende Januar in Berlin stattfindet.

Es ist bereits die 16. derartige Demonstration des Bündnisses in Berlin, dem nach eigenen Angaben rund 60 Organisationen aus Landwirtschaft und Gesellschaft angehören. Im vergangenen Jahr waren dem Aufruf den Organisatoren zufolge rund 9000 Teilnehmende gefolgt.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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