Deutsche Tageszeitung - Grönland-Krise: Preise für Gold und Silber steigen - Aktienkurse sinken

Grönland-Krise: Preise für Gold und Silber steigen - Aktienkurse sinken


Grönland-Krise: Preise für Gold und Silber steigen - Aktienkurse sinken

Angesichts der neuen Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland sind die Preise für Gold und Silber am Montag auf neue Rekordhöhen gestiegen. Im asiatischen Handel kostete eine Unze Gold zeitweise über 4690 Dollar (4030 Euro), eine Unze Silber 94,12 Dollar. Die Edelmetalle gelten vielen Anlegern als sicherer Hafen in Krisenzeiten. Die Aktienkurse an den europäischen Börsen hingegen sanken.

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Zu Handelsbeginn notierte der Deutsche Aktienindex (Dax) mit 1,46 Prozent im Minus. An der Pariser Börse fiel der Index CAC 40 um 1,75 Prozent, an der Mailänder Börse ging es um 1,61 Prozent bergab. In London gaben die Kurse zunächst nur um 0,41 Prozent nach.

Trump hatte am Samstag erneut betont, die USA müssten die Kontrolle über Grönland übernehmen, und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen begründet. Er kündigte neue Zölle für acht europäische Länder an, weil diese sich weigerten, seinen Forderungen nachzukommen - Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, die Niederlande, Frankreich und Großbritannien sollen demnach ab dem 1. Februar zusätzliche Zölle von zehn Prozent zahlen, ab Juni dann von 25 Prozent, wenn sie der Übernahme Grönlands durch die USA nicht zustimmen.

Deutschland und die übrigen betroffenen Länder kritisierten die angekündigten Sonderzölle am Sonntag in einer gemeinsamen Erklärung scharf: "Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation." EU-Ratspräsident António Costa kündigte einen Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs in den kommenden Tagen an.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sagte am Sonntagabend im ARD-"Bericht aus Berlin", er rechne vorerst nicht mit der Unterzeichnung des EU-Handelsabkommens mit den USA. Damit wären Gegenzölle im Wert von insgesamt 93 Milliarden Euro möglich, etwa auf Soja, Flugzeuge oder Autos.

(Y.Leyard--DTZ)

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