Deutsche Tageszeitung - Merz lobt nach Grönland-Einigung europäische "Geschlossenheit"

Merz lobt nach Grönland-Einigung europäische "Geschlossenheit"


Merz lobt nach Grönland-Einigung europäische "Geschlossenheit"
Merz lobt nach Grönland-Einigung europäische "Geschlossenheit" / Foto: © AFP

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat nach der vorläufigen Beilegung des Streits mit den USA über Grönland die europäische Geschlossenheit in dieser Frage gelobt. "Es hat sich gezeigt, dass Geschlossenheit und Entschlossenheit auf der europäischen Seite durchaus etwas bewirken können", sagte Merz am Donnerstag vor einem informellen Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Trotz des "guten Ergebnis" müsse allerdings "die Resilienz, die Widerstandsfähigkeit der Europäischen Union" gestärkt werden.

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Am Mittwoch hatte US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos eine Kehrtwende im Grönland-Konflikt vollzogen: Der US-Präsident erklärte, er wolle Grönland nicht mit Gewalt einnehmen und auf angekündigte Strafzölle gegen mehrere europäische Staaten verzichten. Nato-Generalsekretär Mark Rutte und er hätten Wege besprochen, wie die Nato die gesamte Arktis absichern könne und dafür einen "Rahmen für ein zukünftiges Abkommen" vereinbart. Die Details der Vereinbarung waren zunächst allerdings unklar.

In den vergangenen Wochen hatte Trump zuvor immer wieder Anspruch auf Grönland erhoben und wiederholt betont, sich das zum Nato- und EU-Mitglied Dänemark gehörende autonome Gebiet Grönland notfalls mit Gewalt zu "nehmen".

Auf die Auswirkungen des Streits auf das transatlantische Verhältnis und die Nato gefragt, antwortete Merz, er lege "sehr viel Wert darauf", dass "wir jedenfalls versuchen sollten, die Nato zu erhalten". Es handele sich um das "erfolgreichste politische Bündnis, das es jemals zwischen Europa und Amerika gegeben" habe. "Dieses transatlantische Bündnis gibt man nicht einfach mal so auf."

Er hoffe "sehr, dass es uns gelingt, dieses Bündnis aufrecht zu erhalten", sagte Merz weiter. Die Europäer müssten "mehr tun" für die eigene Verteidigungsfähigkeit.

(G.Khurtin--DTZ)

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