Deutsche Tageszeitung - Unsichere Passwörter weiterhin beliebt: Einfache Zahlenreihen dominieren

Unsichere Passwörter weiterhin beliebt: Einfache Zahlenreihen dominieren


Unsichere Passwörter weiterhin beliebt: Einfache Zahlenreihen dominieren
Unsichere Passwörter weiterhin beliebt: Einfache Zahlenreihen dominieren / Foto: © AFP/Archiv

Fantasievoll und lang sollten Passwörter sein - doch die Deutschen sind auch weiterhin nicht besonders kreativ. Die am häufigsten verwendeten Passwörter hierzulande bestehen weiterhin aus einfachen Zahlenreihen, wie das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam am Montag mitteilte. Das beliebteste Passwort im Jahr 2025 war demnach "123456", dahinter lag "123456789". Es folgten unter anderem "565656", "hallo123", "kaffeetasse" und "passwort".

Textgröße ändern:

Die Passwörter wurden zusammen mit geleakten Datensätzen privater Identitäten im Darknet gefunden und vom HPI ausgewertet. Demnach greifen Nutzer trotz strengerer Passwortanforderungen vieler Dienste weiterhin auf einfache Kombinationen zurück, wenn diese erlaubt sind. Zunehmend stellten die Forscher sogenannte Passwort-Cluster fest, etwa Kombinationen aus Vornamen und Geburtsdaten mit angehängten Sonderzeichen.

Solche Passwort-Cluster wirkten zwar "auf den ersten Blick komplex", würden jedoch häufig für mehrere Dienste gleichzeitig verwendet, erklärte HPI-Sicherheitsexperte Christian Dörr. "Wurde ein Dienst gehackt und die Zugangsdaten sind offen - was milliardenfach passiert - probieren Kriminelle diese erbeuteten Zugangsdaten überall aus", warnte Dörr.

In die Analyse wurden neben Deutschland auch andere europäische Länder einbezogen. Auch dort steht "123456" häufig an der Spitze. In Großbritannien tauchen zudem "qwerty", "sample12" sowie "liverpool" auf, in Italien unter anderem die Vornamen "Guiseppe" und "Francesco" sowie "ciaociao".

Die Forscher des HPI empfehlen Nutzern das Verwenden von Passwörtern mit einer Länge von mehr als 15 Zeichen. In einem starken Passwort sollten zudem alle Zeichenklassen verwendet werden - neben Klein- und Großbuchstaben also auch Zahlen und Sonderzeichen. Passwörter sollten außerdem nur für einen einzigen Dienst verwendet werden und es sollte sich nicht um Wörter aus dem Wörterbuch handeln. Hilfreich sei außerdem die Nutzung eines Passwortmanagers.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Spritpreise steigen zum Beginn des Sommerreiseverkehrs deutlich an

Die Spritpreise sind zum Ferienbeginn in mehreren Bundesländern stark angestiegen. "Laut aktueller ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel derzeit 2,083 Euro und damit 5,9 Cent mehr als in der Vorwoche", erklärte der Automobilclub am Mittwoch. Diesel verteuerte sich demnach sogar fast doppelt so stark: um 11,7 Cent auf nun 2,070 Euro pro Liter.

Wohnkosten belasten Studierende deutlich stärker als die Gesamtbevölkerung

Für Studierende stellen die Wohnkosten eine deutlich größere Belastung als für die Gesamtbevölkerung dar. Gemessen am verfügbaren Haushaltseinkommen seien die Wohnkosten für Studierende mit eigener Haushaltsführung "mehr als doppelt so hoch wie für die Gesamtbevölkerung", teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Während der Anteil der Wohnkosten am Einkommen für die Gesamtbevölkerung demnach im Schnitt bei 24 Prozent liegt, sind es bei Studierenden 54 Prozent.

Markteintritt von Italo: Monopolkommission begrüßt Konkurrenz für Deutsche Bahn

Die Monopolkommission begrüßt die Pläne eines Markteintritts des italienischen Zugunternehmens Italo als Wettbewerber der Deutschen Bahn im Fernverkehr. Wettbewerb sei gut für die Fahrgäste, erklärte der Vorsitzende des Beratergremiums der Bundesregierung, Tomaso Duso, am Mittwoch. Die Bundesnetzagentur schaffe mit ihrer vorgeschlagenen Wettbewerbsklausel dafür die richtige rechtliche Grundlage.

KI-Boom beschert ASML prächtige Zahlen - und lässt IBM-Aktie abstürzen

Der Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) wirkt sich in der Technologiebranche deutlich auf die Geschäftszahlen von Unternehmen aus - mit teils gegenläufiger Entwicklung: Der niederländische Technologieriese ASML, zentraler Lieferant für die globale Chipindustrie, hob am Mittwoch angesichts einer starken Nachfrage seinen Ausblick deutlich an. Der US-Traditionskonzern IBM musste hingegen einen herben Einbruch beim Aktienkurs hinnehmen.

Textgröße ändern: