Deutsche Tageszeitung - Verbraucherstimmung hellt sich zu Jahresbeginn auf

Verbraucherstimmung hellt sich zu Jahresbeginn auf


Verbraucherstimmung hellt sich zu Jahresbeginn auf
Verbraucherstimmung hellt sich zu Jahresbeginn auf / Foto: © AFP/Archiv

Die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland hat sich zu Jahresbeginn aufgehellt. Sowohl die Konjunktur- und die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung stiegen im Januar, wie das Marktforschungsunternehmen GfK und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) am Mittwoch mitteilten. Der Konsumklima-Index für Februar legte daher um 2,8 Punkte zu - auf minus 24,1 Punkte. Das Niveau bleibe damit niedrig, erklärte NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl.

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Die Verbraucher schätzen die Konjunkturaussichten für die kommenden zwölf Monate positiver ein als noch im Dezember, wie GfK und NIM mitteilten. Wirtschaftsexperten rechnen aktuell mit etwa einem Prozent Wirtschaftswachstum 2026.

Verbessert hat sich auch die Einkommenserwartung der Verbraucher. "Die Erhöhung des Mindestlohnes zum 1. Januar 2026 sowie gesunkene Inflationsängste der Verbraucher beleben offenbar die Aussichten auf bessere Einkommen", erläuterte Bürkl.

Die Anschaffungsneigung stieg ebenfalls. Der entsprechende Index kletterte auf den besten Wert seit März 2022. Gefragt wird hier, ob die Verbraucher es derzeit für ratsam halten, größere Anschaffungen zu tätigen. Sie müssen zudem auch das nötige Geld für eine solche größere Anschaffung besitzen und auch eine Notwendigkeit für diese Anschaffung sehen, erläuterten GfK und NIM. Es handle sich ausschließlich um langlebige Gebrauchsgüter, die auch ein größeres Budget erfordern.

Konsumexperte Bürkl sprach von einem "positiven Trend". Es bleibe jedoch abzuwarten, ob dieser sich "in den kommenden Monaten festigen kann", schränkte er ein. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen sowie eine Eskalation der Handelskonflikte könnten die Stimmung schnell wieder zum Kippen bringen. "Somit steht die aktuelle Aufhellung durchaus auf tönernen Füßen."

Das Konsumklima gilt als wichtiger Indikator für das Konsumverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher, welches wiederum eine wichtige Säule der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland ist. GfK und NIM führen dafür monatlich Interviews mit Verbraucherinnen und Verbrauchern. Für die aktuelle Erhebung wurden vom 2. bis 13. Januar rund 2000 Menschen befragt. Das Konsumklima bezieht sich dabei auf die gesamten privaten Konsumausgaben, also neben dem Einzelhandel auch Dienstleistungen, Reisen, Miete und Gesundheitsdienstleistungen.

(V.Sørensen--DTZ)

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