Deutsche Tageszeitung - Geldwäsche-Verdacht: Staatsanwaltschaft durchsucht Standorte der Deutschen Bank

Geldwäsche-Verdacht: Staatsanwaltschaft durchsucht Standorte der Deutschen Bank


Geldwäsche-Verdacht: Staatsanwaltschaft durchsucht Standorte der Deutschen Bank
Geldwäsche-Verdacht: Staatsanwaltschaft durchsucht Standorte der Deutschen Bank / Foto: © AFP

Wegen eines Verdachts auf Geldwäsche haben Ermittler am Mittwoch Standorte der Deutschen Bank in Berlin und Frankfurt durchsucht. Die Vorwürfe richteten sich "gegen unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter der Deutschen Bank", erklärte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Die Deutsche Bank habe "in der Vergangenheit Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften" gehalten, die "wiederum im Verdacht stehen, selbst zum Zwecke der Geldwäsche eingesetzt worden zu sein".

Textgröße ändern:

Die Bank bestätigte, "dass in den Geschäftsräumen der Deutschen Bank derzeit eine Maßnahme der Staatsanwaltschaft Frankfurt durchgeführt wird". Das Geldhaus arbeite "vollumfänglich mit der Staatsanwaltschaft zusammen".

Einem Medienbericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge stehen die Durchsuchungen in Zusammenhang mit dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch, gegen den nach dem russischen Angriff auf die Ukraine EU-Sanktionen verhängt wurden. Nach Informationen der Zeitung soll die Deutsche Bank "eine oder mehrere Geldwäsche-Verdachtsmeldungen zu Firmen des Oligarchen verspätet an die Behörden abgegeben zu haben".

Die Staatsanwaltschaft erklärte, "zu dem Hintergrund der Geschäftsbeziehungen, den über die Deutsche Bank AG erfolgten Transaktionen und deren Umfang sowie zu den Gesellschaften selbst" keine weiteren Angaben machen zu können.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Artemis-2-Astronauten verlieren wie geplant vorübergehend Kontakt zur Nasa

Beim Überflug der von der Erde abgewandten Seite des Mondes haben die vier Astronauten der Artemis-2-Mission wie geplant vorübergehend den Kontakt zur US-Weltraumbehörde Nasa verloren. "Wir sehen euch auf der anderen Seite", sagte der Astronaut Victor Glover am Montag wenige Minuten vor dem Verlust der Verbindung. Die Kommunikationsunterbrechung soll voraussichtlich etwa 40 Minuten dauern.

Spritpreise steigen über Ostern weiter - Entlastungen gefordert

Die Spritpreise sind über Ostern weiter gestiegen. Der Preis für Diesel erreichte am Ostersonntag im Tagesdurchschnitt ein weiteres Allzeithoch, auch Benzin verteuerte sich. Die Rufe nach Entlastungen für Verbraucher, etwa mittels einer Mehrwertsteuersenkung oder eines Mobilitätszuschusses, wurden lauter. Der Ko-Chef der Spritpreis-Taskforce im Bundestag, Sepp Müller (CDU), forderte von der Bundesregierung Ergebnisse bis Freitag.

Dieselpreis steigt am Ostersonntag auf neues Allzeithoch im Tagesschnitt

Der Preis für Diesel an den Tankstellen in Deutschland ist am Ostersonntag weiter gestiegen. Im bundesweiten Durchschnitt kostete Diesel 2,440 Euro pro Liter, nach 2,425 Euro am Vortag, wie der ADAC am Montag mitteilte. Der Tagesdurchschnittspreis stieg damit den vierten Tag in Folge auf ein neues Allzeithoch.

Krankenkassenreform: Kassen und Ärzte streiten über Vergütung

Vor dem Hintergrund der Vorschläge für eine Reform des gesetzlichen Krankenkassensystems streiten Kassen und Ärzteverbände über die Vergütung der Mediziner. Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, warnte bei einer Umsetzung der Pläne vor deutlich längeren Wartezeiten auf einen Facharzttermin. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) warf den Ärzten vor, bei der Terminvergabe Privatpatienten zu bevorteilen - hier müsse angesetzt werden.

Textgröße ändern: