Deutsche Tageszeitung - Amazon streicht weitere 16.000 Stellen

Amazon streicht weitere 16.000 Stellen


Amazon streicht weitere 16.000 Stellen
Amazon streicht weitere 16.000 Stellen / Foto: © AFP

Der US-Onlinehandelsriese Amazon hat weitere Stellenstreichungen angekündigt. Weltweit sollen 16.000 Jobs wegfallen, wie die Konzernspitze am Mittwoch in einer Mitteilung an die Mitarbeiter erklärte. Die Kürzungen zielten darauf ab, "Hierarchiestufen zu reduzieren, Eigenverantwortung zu stärken und Bürokratie abzubauen".

Textgröße ändern:

Um welche Arbeitsplätze es sich handelt, führte der Konzern nicht aus. Betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten jedoch unterstützt und ihnen nach Möglichkeit eine neue Stelle angeboten werden solle, erklärte das Unternehmen.

Konzernchef Andy Jassy hatte bereits im vergangenen Juni angekündigt, dass Amazon angesichts erheblicher Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) seine Kosten verringern wolle. Zugleich werde die Entwicklung generativer KI in den kommenden Jahren zu einem Personalabbau in den Büros des Konzerns führen, fügte er hinzu.

Im Oktober hatte der Konzern daraufhin die Streichung von 14.000 Stellen angekündigt. Amazon-Managerin Beth Galetti deutete damals an, dass dies nur ein Anfang sein könnte - 2026 werde Amazon "weiterhin in strategischen Schlüsselbereichen Personal einstellen und gleichzeitig weitere Möglichkeiten zur Streichung von Stellen zur Erhöhung der Verantwortlichkeit und zur Verbesserung der Effizienz identifizieren".

Mehrere US-Medien hatten bereits damals berichtet, dass Amazon insgesamt 30.000 Stellen streichen könnte, vor allem Bürojobs. Zuletzt beschäftigte Amazon weltweit rund 1,5 Millionen Menschen. 30.000 entsprächen rund zwei Prozent der Gesamtbelegschaft, allerdings fast knapp neun Prozent aller Bürojobs des Konzerns.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Kanada will noch 2026 Handelsabkommen mit südamerikanischen Mercosur-Staaten

Kanada strebt vor dem Hintergrund der Spannungen mit seinem südlichen Nachbarn USA ein Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten noch in diesem Jahr an. "Wir haben vereinbart, die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zu intensivieren, mit dem Ziel, die Verhandlungen (...) idealerweise noch vor Ende 2026 abzuschließen", sagte die kanadische Außenministerin Anita Anand nach einem Treffen mit ihrem brasilianischen Amtskollegen Mauro Vieira in São Paulo am Dienstag.

Abschaffung von Heizungsgesetz bringt Großteil von geplantem Bürokratiekostenabbau

Die Bundesregierung gibt an, in den vergangenen Monaten dutzende Maßnahmen zum Bürokratieabbau für Einsparungen in Milliardenhöhe auf den Weg gebracht zu haben. Bei weitem der größte Teil dieser erwarteten Minderbelastungen für Bürger und Unternehmen ergibt sich jedoch aus einer einzigen Maßnahme: der Abschaffung des sogenannten Heizungsgesetzes der Ampel-Koalition. Aus Regierungskreisen hieß es am Mittwoch zudem, dass durch die wiedergewonnene Freiheit im Heizungskeller weitere, noch nicht absehbare Kosten entstehen können.

Chinas Wirtschaftswachstum auf niedrigstem Stand seit mehr als drei Jahren

Die Wirtschaftswachstum in China hat sich im zweiten Quartal verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,3 Prozent, wie das Statistikamt in Peking am Mittwoch mitteilte. Damit wurde das geringste Wachstum seit mehr als drei Jahren verzeichnet.

US-Militär greift erneut Ziele im Iran an und nimmt Seeblockade wieder auf

Die US-Armee hat die vierte Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen und zudem die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder aufgenommen. Der Iran führte erneut Vergeltungsangriffe aus und nahm dabei US-Ziele in Kuwait, Jordanien und Bahrain ins Visier. US-Präsident Donald Trump drohte damit, in der kommenden Woche Angriffe auf Kraftwerke und Brücken im Iran anzuordnen, falls der Iran einem Abkommen bis dahin nicht zustimme.

Textgröße ändern: