Deutsche Tageszeitung - Bundesregierung verschiebt Ausschreibung für neue Offshore-Anlagen

Bundesregierung verschiebt Ausschreibung für neue Offshore-Anlagen


Bundesregierung verschiebt Ausschreibung für neue Offshore-Anlagen
Bundesregierung verschiebt Ausschreibung für neue Offshore-Anlagen / Foto: © AFP

Die Bundesregierung hat die erneute Ausschreibung für den Bau von Offshore-Windanlangen verschoben. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer verwies am Mittwoch auf "verschiedene Herausforderungen", unter anderem seien die Anschlussmöglichkeiten an das Stromnetz noch nicht fertiggestellt. Die Ausschreibung von zwei Flächen für Windanlagen mit einer Gesamtleistung von 2,5 Gigawatt war im vergangenen August gescheitert und sollte ein Jahr später wiederholt werden. Nun wird es 2027.

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Branchenverbände der deutschen Offshore-Windindustrie hatten am Dienstag erklärt, dass Deutschland das gesetzte Ziel von 30 Gigawatt installierter Offshore-Wind-Leistung bis 2030 nicht mehr erreichen könne. Der Zubau im vergangenen Jahr war demnach insbesondere wegen der gescheiterten Ausschreibungsrunde im August verhalten. Bereits im Juni hatte es bei der Ausschreibung für den Bau neuer Windparks vor Deutschlands Küsten deutlich weniger Gebote gegeben, im August blieben sie dann gänzlich aus.

Die Branchenverbände drangen deshalb auf eine Reform der Ausschreibungsregeln. Diese seien zu sehr auf "Erlösmaximierung für den Staat" ausgerichtet, erklärte Hans Sohn vom Bundesverband Windenergie Offshore (BWO). Vor diesem Hintergrund begrüßte der Verband nun auch die Verschiebung der Ausschreibung. "Aus unserer Sicht wäre eine weitere Auktion der beiden Flächen nach den bisherigen Regeln sehr riskant gewesen", erklärte Sohn.

Zum Ende des vergangenen Jahres waren in Deutschland 1680 Offshore-Wind-Anlagen mit einer Leistung von 9,74 GW installiert. Am Montag hatten die Nordsee-Anrainerstaaten bei einem Gipfeltreffen in Hamburg vereinbart, zusammen an einem schnelleren Ausbau der Windkraft auf See zu arbeiten, um Europa unabhängig von russichen Energieimporten zu machen. Der BWO befand dies als positives Signal.

(A.Stefanowych--DTZ)

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