Deutsche Tageszeitung - Skeptische Käufer: Tesla verbucht 2025 erstmals Umsatzrückgang

Skeptische Käufer: Tesla verbucht 2025 erstmals Umsatzrückgang


Skeptische Käufer: Tesla verbucht 2025 erstmals Umsatzrückgang
Skeptische Käufer: Tesla verbucht 2025 erstmals Umsatzrückgang / Foto: © AFP/Archiv

Der US-Elektroautobauer Tesla hat im vergangenen Jahr erstmals einen Umsatzrückgang verbucht. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Umsatz um drei Prozent auf 94,83 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk am Mittwoch mitteilte. Sinkende Verkäufe und steigende Ausgaben sorgten zudem für einen Gewinneinbruch um 46 Prozent. Das Ergebnis war aber besser als erwartet, die Aktie legte zu.

Textgröße ändern:

Im vierten Quartal brach der Gewinn von Tesla den Angaben nach um 61 Prozent ein. Zwischen Oktober und Dezember erwirtschaftete das Unternehmen unter dem Strich 840 Millionen Dollar. Der Quartalsumsatz sank um 3,1 Prozent auf 24,9 Milliarden Dollar.

Der Gewinn im vierten Quartal blieb zwar hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die von den Märkten bevorzugte Kennzahl, der Nettogewinn pro Aktie ohne Sonderposten, entwickelte sich jedoch weniger schlecht als erwartet. Er sank im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 50 Cent - Analysten waren von 45 Cent ausgegangen. Der Tesla-Aktienkurs legte daher zu, bei Börsenschluss in den USA lag er 1,75 Prozent im Plus.

Chinesische Hersteller wie BYD und andere Konkurrenten machen Tesla zu schaffen. Im vergangenen Jahr ging der Absatz des US-Elektroautobauers um neun Prozent auf 1,6 Millionen Fahrzeuge zurück, im vierten Quartal lieferte der Hersteller 418.227 Fahrzeuge aus. BYD verkaufte 2025 weltweit 2,26 Millionen E-Autos. Für das laufende Jahr gab Tesla keine Prognose ab.

Neben den sinkenden Verkaufszahlen macht Tesla eine Reihe weiterer Faktoren für das schlechte Geschäftsergebnis verantwortlich. Dazu zählen unter anderem höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Bereich Künstliche Intelligenz und die Belastung durch die hohen Importzölle von US-Präsident Donald Trump.

Tesla kündigte eine Investition von zwei Milliarden Dollar in Musks KI-Unternehmen xAI an. Hintergrund ist der Trend zu selbstfahrenden Autos. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hatte Musk in der vergangenen Woche vorausgesagt, solche Dienste würden Ende dieses Jahres in den USA "sehr weit verbreitet" sein. Mit seinem Robotaxi liegt Tesla allerdings hinter dem Anbieter Waymo, der mit selbstfahrenden Taxis bereits in Los Angeles und vier weiteren US-Städten vertreten ist.

Der Analyst von CFRA Research, Garrett Nelson, bezeichnete die Ergebnisse als besser als erwartet. Er verwies auf Umsatzsteigerungen aus dem Energieerzeugungs- und -speichergeschäft von Tesla sowie die Bestätigung des Unternehmens, den Ausbau von Cybercab und anderen großen Projekten voranzutreiben. Dennoch stehe Tesla vor großen Herausforderungen. Es bleibe abzuwarten, ob "die hohe Bewertung des Unternehmens angesichts der schwierigen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und der wachsenden Wettbewerbsbedrohung" gerechtfertigt sei, erklärte Nelson.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Abschaffung von Heizungsgesetz bringt Großteil von geplantem Bürokratiekostenabbau

Die Bundesregierung gibt an, in den vergangenen Monaten dutzende Maßnahmen zum Bürokratieabbau für Einsparungen in Milliardenhöhe auf den Weg gebracht zu haben. Bei weitem der größte Teil dieser erwarteten Minderbelastungen für Bürger und Unternehmen ergibt sich jedoch aus einer einzigen Maßnahme: der Abschaffung des sogenannten Heizungsgesetzes der Ampel-Koalition. Aus Regierungskreisen hieß es am Mittwoch zudem, dass durch die wiedergewonnene Freiheit im Heizungskeller weitere, noch nicht absehbare Kosten entstehen können.

Chinas Wirtschaftswachstum auf niedrigstem Stand seit mehr als drei Jahren

Die Wirtschaftswachstum in China hat sich im zweiten Quartal verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,3 Prozent, wie das Statistikamt in Peking am Mittwoch mitteilte. Damit wurde das geringste Wachstum seit mehr als drei Jahren verzeichnet.

US-Militär greift erneut Ziele im Iran an und nimmt Seeblockade wieder auf

Die US-Armee hat die vierte Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen und zudem die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder aufgenommen. Der Iran führte erneut Vergeltungsangriffe aus und nahm dabei US-Ziele in Kuwait, Jordanien und Bahrain ins Visier. US-Präsident Donald Trump drohte damit, in der kommenden Woche Angriffe auf Kraftwerke und Brücken im Iran anzuordnen, falls der Iran einem Abkommen bis dahin nicht zustimme.

Merz stellt sich in Sommerpressekonferenz Fragen der Medien

Gut 14 Monate nach seinem Amtsantritt stellt sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Mittwoch (13.00 Uhr) bei der traditionellen Sommerpressekonferenz in Berlin den Fragen der Medien. Dabei soll es in der Bundespressekonferenz um "aktuelle Themen der Innen- und Außenpolitik" gehen.

Textgröße ändern: