Deutsche Tageszeitung - Absatzplus trotz Handelsspannungen: Toyota bringt Volkswagen weiter auf Abstand

Absatzplus trotz Handelsspannungen: Toyota bringt Volkswagen weiter auf Abstand


Absatzplus trotz Handelsspannungen: Toyota bringt Volkswagen weiter auf Abstand
Absatzplus trotz Handelsspannungen: Toyota bringt Volkswagen weiter auf Abstand / Foto: © AFP/Archiv

Ungeachtet der weltweiten Handelsspannungen hat der japanische Toyota-Konzern im vergangenen Jahr mehr Fahrzeuge verkauft und seinen Vorsprung als weltgrößter Autobauer vor dem Wolfsburger Konkurrenten Volkswagen ausgebaut. Wie Toyota am Donnerstag mitteilte, legten die Verkaufszahlen 2025 einschließlich der Tochtermarken Daihatsu und Hino Motors auf 11,3 Millionen Fahrzeuge zu - 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Volkswagen hatte hingegen einen Absatzrückgang um 0,5 Prozent auf 8,98 Millionen Fahrzeuge verbucht.

Textgröße ändern:

Auf dem US-Markt, wo Toyota rund ein Viertel seines gesamtes Umsatzes erzielt, steigerte der japanische Autobauer seine Verkaufszahlen trotz der von der Regierung in Washington verhängten Zölle um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auswirkungen hat dies allerdings auf den Gewinn - denn von den rund 2,52 Millionen in den USA verkauften Fahrzeugen wurden nur 1,39 Millionen in den Vereinigten Staaten produziert, was wiederum Preisnachlässe bei den in die USA exportierten Autos nötig machte, um mit diesen wettbewerbsfähig bleiben zu können.

Bereits Anfang November hatte Toyota die Auswirkungen der US-Zölle auf seinen Jahresgewinn auf rund 1,45 Billionen Yen geschätzt (umgerechnet derzeit rund 7,9 Milliarden Euro).

Einbußen auch beim Absatz gab es im vergangenen Jahr indes bei den japanischen Autobauern Nissan und Honda: Nissan verzeichnete 2025 einen Absatzrückgang von 4,4 Prozent auf 3,2 Millionen Fahrzeuge, wobei der Absatz auf dem ebenso umkämpften wie für Nissan wichtigen chinesischen Markt um 6,3 Prozent einbrach. Honda meldete ein Minus beim weltweiten Absatz von fast neun Prozent auf 3,4 Millionen Fahrzeuge.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

SpaceX macht dank Rechenzentren 4,4 Milliarden Dollar Quartalsgewinn

Der SpaceX-Konzern von US-Tech-Milliardär Elon Musk hat vor allem wegen seines Geschäfts mit Rechenzentren einen ersten Milliardengewinn nach seinem Börsengang eingefahren. Von Juli bis September verbuchte das Unternehmen ein Plus von 4,4 Milliarden Dollar (rund 3,9 Milliarden Euro), wie die am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Quartalszahlen zeigen. Neben seinem Satellitennetzwerk Starlink hat sich demnach vor allem die Vermietung von Rechenleistung an KI-Unternehmen als einträglich herausgestellt.

Bayerns Verkehrsminister Bernreiter: Bund muss für höhere Schienennmaut aufkommen

Der bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) hat den Bund zur Übernahme der Kosten für die erhöhte Schienenmaut aufgefordert. Es stehe "ganz klar" im Grundgesetz, dass der Bund für Mehrbelastungen durch die höheren Trassenpreise die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung stellen müsse, sagte Bernreiter am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Er ist derzeit Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz, die ab Mittwoch im bayerischen Schwangau stattfindet.

"Wir meinen: Es reicht": Alice Schwarzer stellt Magazin "Emma" ein

Alice Schwarzer stellt ihr feministisches Magazin "Emma" ein. "Nach 50 Jahren und 398 Ausgaben mit 36.584 Seiten verlässt 'Emma' die Bühne", teilte die Journalistin und Frauenrechtlerin am Mittwoch in Köln mit. Die kommende Ausgabe, die ab dem 27. Oktober am Kiosk sein soll, sei die vorletzte. Die Ausgabe vom 8. Dezember werde dann die letzte sein.

BGH prüft Klagerecht von Verbraucherverband gegen Geschäftsführer

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verhandelt am Mittwoch (09.00 Uhr) über die Frage, ob ein Verband von einem Geschäftsführer wegen der mutmaßlichen Täuschung von Verbrauchern Schadenersatz fordern kann. Er prüft eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz in einem von dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) angestrengten Rechtsstreit. Diese klagte gegen ein Unternehmen, das kostenpflichtige Dienstleistungen rund um den Rundfunkbeitrag anbot, etwa zur Ummeldung. (Az. I ZR 253/25)

Textgröße ändern: