Deutsche Tageszeitung - Jobportal: Unternehmen schreiben immer mehr Teilzeitstellen aus

Jobportal: Unternehmen schreiben immer mehr Teilzeitstellen aus


Jobportal: Unternehmen schreiben immer mehr Teilzeitstellen aus
Jobportal: Unternehmen schreiben immer mehr Teilzeitstellen aus / Foto: © AFP/Archiv

Der hohe Anteil an Beschäftigten in Teilzeit in Deutschland geht nach Daten des Jobportals Indeed zu einem großen Teil von den Unternehmen selbst aus. Das Angebot an Teilzeitstellen nehme seit Jahren stetig zu, während das Interesse seitens der Jobsuchenden konstant bleibe, erklärte Indeed am Donnerstag. Teilzeitarbeit gesetzlich einzuschränken "könnte die Nettoarbeitszeit in Deutschland am Ende sogar senken", warnt deshalb die Indeed-Expertin Virginia Sondergeld.

Textgröße ändern:

Aktuell ist laut Berechnungen des Jobportals bundesweit mehr als jede vierte Stelle (26,8 Prozent) mit weniger als der vollen Arbeitszeit ausgeschrieben. Das sei ein Anstieg um 68,7 Prozent seit 2020. "Die Suchanfragen der Jobsuchenden entwickelten sich hingegen ohne nennenswerte Zuwächse", erklärte Indeed. "Der Anteil der Suchen, die gezielt nach 'Teilzeit' filtern, verläuft seit Jahren konstant bei 3,3 Prozent."

Der CDU-Wirtschaftsflügel hatte in der vergangenen Woche mit dem Vorschlag, das Recht auf Teilzeitarbeit einzuschränken, für Furore gesorgt. Ziel ist es demnach, mehr Menschen in Vollzeitarbeit zu bringen. Besonders die Formulierung "Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit" zog jedoch Kritik auch innerhalb der CDU nach sich.

Für Sondergeld von Indeed zeigen die Zahlen, dass Teilzeit keinesfalls ein "reiner Arbeitnehmerwunsch" ist. "In Engpassberufen nutzen Arbeitgeber Teilzeit als strategischen Hebel gegen den Fachkräftemangel." Es würden gezielt Stellen mit weniger Stunden angeboten, um Arbeitsrkäfte zu gewinnen, die nicht Vollzeit arbeiten können oder wollen. "Besonders in von Frauen dominierten Bereichen wie Pflege, Soziales oder Bildung ist das Teilzeitangebot überdurchschnittlich hoch, da sie oft die Care-Arbeit für die Familie übernehmen und keine Zeit für eine Vollzeitstelle haben."

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Abschaffung von Heizungsgesetz bringt Großteil von geplantem Bürokratiekostenabbau

Die Bundesregierung gibt an, in den vergangenen Monaten dutzende Maßnahmen zum Bürokratieabbau für Einsparungen in Milliardenhöhe auf den Weg gebracht zu haben. Bei weitem der größte Teil dieser erwarteten Minderbelastungen für Bürger und Unternehmen ergibt sich jedoch aus einer einzigen Maßnahme: der Abschaffung des sogenannten Heizungsgesetzes der Ampel-Koalition. Aus Regierungskreisen hieß es am Mittwoch zudem, dass durch die wiedergewonnene Freiheit im Heizungskeller weitere, noch nicht absehbare Kosten entstehen können.

Chinas Wirtschaftswachstum auf niedrigstem Stand seit mehr als drei Jahren

Die Wirtschaftswachstum in China hat sich im zweiten Quartal verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,3 Prozent, wie das Statistikamt in Peking am Mittwoch mitteilte. Damit wurde das geringste Wachstum seit mehr als drei Jahren verzeichnet.

US-Militär greift erneut Ziele im Iran an und nimmt Seeblockade wieder auf

Die US-Armee hat die vierte Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen und zudem die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder aufgenommen. Der Iran führte erneut Vergeltungsangriffe aus und nahm dabei US-Ziele in Kuwait, Jordanien und Bahrain ins Visier. US-Präsident Donald Trump drohte damit, in der kommenden Woche Angriffe auf Kraftwerke und Brücken im Iran anzuordnen, falls der Iran einem Abkommen bis dahin nicht zustimme.

Merz stellt sich in Sommerpressekonferenz Fragen der Medien

Gut 14 Monate nach seinem Amtsantritt stellt sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Mittwoch (13.00 Uhr) bei der traditionellen Sommerpressekonferenz in Berlin den Fragen der Medien. Dabei soll es in der Bundespressekonferenz um "aktuelle Themen der Innen- und Außenpolitik" gehen.

Textgröße ändern: