Deutsche Tageszeitung - Mögliche Verunreinigung mit Giftstoff: Danone ruft Aptamil-Baby-Nahrung zurück

Mögliche Verunreinigung mit Giftstoff: Danone ruft Aptamil-Baby-Nahrung zurück


Mögliche Verunreinigung mit Giftstoff: Danone ruft Aptamil-Baby-Nahrung zurück
Mögliche Verunreinigung mit Giftstoff: Danone ruft Aptamil-Baby-Nahrung zurück / Foto: © AFP/Archiv

Der Lebensmittelriese Danone ruft wegen möglicher Verunreinigung mit dem Giftstoff Cereulid Babymilch der Marke Aptamil in Deutschland zurück. Es handle sich um drei Chargen mit bestimmtem Mindesthaltbarkeitsdatum, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Andere Aptamil-Produkte seien nicht betroffen.

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Bei den drei Chargen handelt es sich um Aptamil Pronutra Pre, 1,2 Kilogramm, mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 19. November 2026; Aptamil Pronutra 1 DE, 800 Gramm, mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 10. November 2026 sowie um Aptamil Profutura Pre D, 800 Gramm, mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 20. April 2027.

Seit Anfang Januar haben Hersteller wie Nestlé, Danone und der französische Konzern Lactalis Babymilch in dutzenden Ländern wegen der möglichen Verunreinigung mit Cereulid zurückrufen müssen. Es besteht der Verdacht, dass eine in China hergestellte Substanz, die die für Säuglinge wichtige Arachidonsäure enthält, für die Verunreinigung verantwortlich sein könnte. Cereulid ist ein Giftstoff bakteriellen Ursprungs, der Durchfall und Erbrechen verursachen kann.

In Frankreich reichten inzwischen acht Familien und die Organisation Foodwatch Klage ein. Sie werfen den betroffenen Unternehmen und Behörden vor, zu spät reagiert zu haben, wie Foodwatch am Donnerstag in Paris erklärte. Multinationale Konzerne hätten "Produkte in Umlauf gebracht, die die Gesundheit von Babys gefährden".

Auch in Deutschland haben sich laut Foodwatch bereits zahlreiche besorgte Eltern gemeldet, deren Kinder nach dem Verzehr von Flaschenmilch Verdauungsstörungen hatten. "Anstatt besorgte Eltern schnell und umfassend zu warnen, räumten Unternehmen und Behörden die verunreinigten Produkte oft still und heimlich aus den Regalen", kritisierte Foodwatch.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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