Deutsche Tageszeitung - Studie: Ladeinfrastruktur ist kein Hindernis mehr für E-Auto-Hochlauf

Studie: Ladeinfrastruktur ist kein Hindernis mehr für E-Auto-Hochlauf


Studie: Ladeinfrastruktur ist kein Hindernis mehr für E-Auto-Hochlauf
Studie: Ladeinfrastruktur ist kein Hindernis mehr für E-Auto-Hochlauf / Foto: © AFP/Archiv

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos in Deutschland dürfte den Hochlauf der E-Mobilität nicht mehr bremsen. "Die Schnellladeinfrastruktur ist schneller gewachsen als die Fahrzeugflotte", erklärte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) am Mittwoch. Engpässe sollte es daher meist nicht mehr geben.

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"Während sich 2022 rechnerisch noch fast 70 Elektroautos einen Schnellladepunkt teilten, sind es heute nur noch 44", führte das DIW aus. Zugleich habe auch die durchschnittlich installierte Ladeleistung pro Elektro-Pkw zugenommen. "Bundesweit stehen inzwischen knapp 190.000 öffentliche Ladepunkte zur Verfügung - etwa ein Viertel davon sind Schnelllader."

Die Autohersteller verweisen angesichts der nur schleppenden Entwicklung der Absatzzahlen von E-Autos regelmäßig auf die öffentliche Ladeinfrastruktur. Ohnehin werden E-Autos allerdings hauptsächlich an privaten Ladestationen aufgeladen. Der DIW-Forscher Wolf-Peter Schill fordert eine klare Bevorzugung der E-Mobilität.

"Im Straßenverkehr sollte sich die Politik vom Ideal der Technologieoffenheit verabschieden und endlich Technologieklarheit schaffen", erklärte er. "Solange sie signalisiert, alle Antriebsoptionen offenhalten zu wollen, verzögert das Investitionen und Kaufentscheidungen. So setzt auch die vorgeschlagene Aufweichung des europäischen Verbrenner-Aus das falsche Signal."

Laut DIW fahren in Deutschland bislang rund zwei Millionen reine Elektroautos - etwa vier Prozent der Gesamtflotte. Bei den Neuzulassungen kommen reine Stromer mittlerweile auf einen Anteil von über einem Fünftel. Seit dem Einbruch der Absatzzahlen von Tesla dominieren dabei europäische Hersteller,"während chinesische Hersteller von niedrigem Niveau aus zulegen", erklärten die Forscher.

Auch mehr Plugin-Hybride werden verkauft, was das DIW kritisch sieht: "Die elektrischen Fahranteile bei Autos mit Stecker und Verbrennungsmotor sind jedoch empirischen Studien zufolge gering - und damit auch ihr Beitrag zum Klimaschutz."

(S.A.Dudajev--DTZ)

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