Deutsche Tageszeitung - Wegen zu vieler Touristen: Beliebtes Kirschblütenfest am Fuji abgesagt

Wegen zu vieler Touristen: Beliebtes Kirschblütenfest am Fuji abgesagt


Wegen zu vieler Touristen: Beliebtes Kirschblütenfest am Fuji abgesagt
Wegen zu vieler Touristen: Beliebtes Kirschblütenfest am Fuji abgesagt / Foto: © AFP

Verkehrsstaus, Zigarettenstummel auf den Bürgersteigen und menschliche Ausscheidungen in Privatgärten: Weil die Menschen am Fuji genug vom schlechten Benehmen der Touristenmassen haben, hat die an Japans berühmtesten Berg liegende Stadt Fujiyoshida das jährliche Kirschblütenfest abgesagt. "Um die Würde und das Lebensumfeld unserer Bürger zu schützen, haben wir beschlossen, das zehn Jahre alte Festival zu beenden", erklärte Bürgermeister Shigeru Horiuchi.

Textgröße ändern:

Das "ruhige Leben" der Bewohnerinnen und Bewohner sei durch die vielen Touristen bedroht, erklärte der Bürgermeister. Der Park mit Aussicht auf den Fuji, in dem das Fest bisher stattfand, wird während der Kirschblüte trotzdem geöffnet sein. Nur das Festival findet nicht statt. Die Stadt rechnet trotz der Absage des offiziellen Festes mit vielen Besuchern.

Das Festival zur Kirschblütenzeit zog im vergangenen Jahr 200.000 Besucherinnen und Besucher an - zu dem Frühlingsspektakel kommen auch immer mehr Touristen aus dem Ausland nach Japan. Auch die Schwäche der Landeswährung Yen sorgt derzeit für mehr ausländische Besucher. Durch die vielen Menschen kam es in Fujiyoshida vermehrt zu Staus. Einige Touristen drangen unerlaubt in Privatgärten ein, unter anderem um ihre Notdurft zu verrichten, wie Anwohner berichteten.

Der Berg Fuji ist einer der beliebtesten Touristenattraktionen Japans. Anliegende Kommunen schränkten die tägliche Besucherzahl bereits ein.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Trump kündigt "Rede an die Nation" für Donnerstag an

US-Präsident Donald Trump hat eine "Rede an die Nation" angekündigt. Er werde die Ansprache am Donnerstagabend um 21.00 Uhr (Freitagfrüh 03.00 Uhr MESZ) halten, schrieb Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Hintergrund ist die erneute militärische Eskalation mit dem Iran.

Intel investiert weitere fünf Milliarden Euro in Irland

Der Chiphersteller Intel will weitere fünf Milliarden Euro in Irland investieren. Mit dem Geld sollen die Kapazitäten zur Produktion hochmoderner Intel-Xeon-6-Prozessoren und künftiger Chip-Generationen erhöht werden, erklärte der Konzern am Montag. Außerdem trieben die Investitionen Forschung und Entwicklung in Irland voran. Dem Unternehmen zufolge kommen die in Irland produzierten Chips in Hochleistungsrechnern und Rechenzentren zum Einsatz.

Fraktionschef Miersch ruft SPD zu Geschlossenheit auf

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hat bei den SPD-Bundestagsabgeordneten für die schwarz-roten Reformen geworben und die Partei zur Geschlossenheit aufgerufen. In einem Brief, der dem Nachrichtenportal t-online laut Mitteilung vom Montag vorliegt, verteidigt Miersch unter anderem die beschlossenen Kürzungen bei den Krankenkassen.

Mögliche Stellenstreichungen: VW-Chef Blume nennt erstmals öffentlich Zahlen

Der Chef des Volkswagen-Konzerns, Oliver Blume, hat sich erstmals öffentlich konkreter zu möglichen weiteren Stellenstreichungen geäußert. In einem im Intranet des Konzerns veröffentlichten Interview, das der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag, spricht Blume von 50.000 Stellen weltweit: Rein rechnerisch müssten zusätzlich zu bisherigen Schritten in dieser Größenordnung Jobs abgebaut werden, um die Gemeinkosten auf ein "wettbewerbsfähiges Niveau" zu bringen.

Textgröße ändern: