Deutsche Tageszeitung - Musk: SpaceX legt Fokus künftig auf den Mond

Musk: SpaceX legt Fokus künftig auf den Mond


Musk: SpaceX legt Fokus künftig auf den Mond
Musk: SpaceX legt Fokus künftig auf den Mond / Foto: © AFP/Archiv

SpaceX-Chef Elon Musk stellt seine ehrgeizigen Pläne zur Besiedlung des Mars zurück und will sich nach eigenen Worten zunächst auf leichter erreichbare Ziele konzentrieren: Sein Raumfahrtunternehmen lege seinen Fokus jetzt auf den Bau einer Stadt auf dem Mond, schrieb Musk am Sonntag (Ortszeit) im Onlinedienst X. "Wir könnten das möglicherweise in weniger als zehn Jahren schaffen, wogegen es beim Mars mehr als 20 Jahre dauern würde", schrieb er zur Begründung.

Textgröße ändern:

Zudem seien Flüge zum Mars nur alle 26 Monate möglich, wenn die Planeten richtig stehen, ergänzte Musk. "Zum Mond können wir alle zehn Tage abheben."

Experten hatten Musks Pläne zur Kolonisierung des Roten Planeten in der Vergangenheit als unrealistisch und überambitioniert kritisiert. 2016 hatte der Tech-Milliardär in Aussicht gestellt, 2024 erstmals Raumfahrer zum Mars zu bringen. Fünf Jahre zuvor hatte er dem "Wall Street Journal" gesagt, die ersten SpaceX-Astronauten würden "im besten Fall in zehn Jahren und im schlechtesten Fall in 15 bis 20 Jahren" zum Mars fliegen - also zwischen 2021 und 2031.

Auch US-Präsident Donald Trump hat seine Prioritäten für die US-Raumfahrt in jüngster Zeit geändert. Im Dezember wies er die Raumfahrtbehörde Nasa per Dekret an, bis zum Jahr 2028 wieder Astronauten zum Mond zu bringen. Bis 2030 soll die Nasa nach Trumps Willen zudem "erste Elemente einer dauerhaften Mondstation" errichten und Pläne für Atomreaktoren im All konkretisieren. Das Dekret markierte eine Abkehr von Trumps früheren Ankündigungen, noch vor Ende seiner Amtszeit US-Raumfahrer zum Mars zu bringen.

Nach derzeitiger Planung ist die nächste bemannte US-Mondlandung für Mitte kommenden Jahres mit der Artemis-3-Mission geplant. Experten erwarten jedoch eine Verschiebung, da das derzeit bei SpaceX entwickelte Landegerät noch nicht fertig ist.

Die USA waren zuletzt mit ihren Apollo-Missionen zwischen 1969 und 1972 insgesamt sechs Mal auf dem Mond gelandet. Das Artemis-Programm der Nasa sieht nun neben einer Mondlandung auch den Bau einer dauerhaften Mondstation vor.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Frauen in mittelständischen Unternehmen nach wie vor unterrepräsentiert

Im deutschen Mittelstand sind Frauen nach wie vor deutlich unterrepräsentiert: Im vergangenen Jahr war nur rund ein Drittel (34,3 Prozent) aller Führungspositionen in kleinen und mittleren Firmen weiblich besetzt, wie eine Umfrage der staatlichen Förderbank KfW ergab. 2023 hatte dieser Anteil noch 40 Prozent betragen. An der Spitze mittelständischer Unternehmen dagegen stieg der Anteil der Frauen 2025 wieder etwas an.

Arbeitgeberverband Gesamtmetall rechnet mit Abbau von bis zu 150.000 Jobs 2026

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall erwartet in diesem Jahr den Abbau von bis zu 150.000 Stellen in der Metall- und Elektroindustrie. "Wir sind mitten in einer Deindustrialisierung und die Aussichten sind sehr düster. Die Situation ist wirklich dramatisch", sagte Gesamtmetall-Chef Oliver Zander den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Sonntag. Der Standort Deutschland habe ein Kostenproblem.

Bahngewerkschaft warnt vor Personalflucht wegen zunehmender Gewalt

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat vor Kündigungen bei der Bahn wegen der zunehmenden Gewalt gewarnt. Eine Umfrage unter ihren Mitgliedern, über die am Freitagabend das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete, ergab, dass fast jeder dritte Mitarbeiter über eine Kündigung nachdenkt. Viele nannten demnach als Grund den Anstieg von Unsicherheit und Gewalt. "Einen so massiven Personalverlust kann kein Unternehmen kompensieren", warnte der stellvertretende EVG-Vorsitzende Kristian Loroch. Die Deutsche Bahn verwies am Samstag auf ein vor wenigen Wochen beschlossenes Maßnahmenpaket für mehr Sicherheit.

Bundeslandwirtschaftsministerium bekräftigt: Ausnahmen vom Mindestlohn nicht möglich

Das CSU-geführte Bundeslandwirtschaftsministerium hat bekräftigt, dass Ausnahmen vom Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte nicht zulässig sind. Eine Prüfung habe im vergangenen Jahr ergeben, dass es keine Ausnahmen vom Mindestlohn geben könne, erklärte das Ministerium auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hatte die Prüfung in Auftrag gegeben. Beim CDU-Parteitag im Februar stimmten die Teilnehmer dennoch einstimmig für einen Antrag, der Ausnahmen beim Mindestlohn für Agrar-Saisonarbeiter fordert.

Textgröße ändern: