Deutsche Tageszeitung - Französischer Staat steigt mit 50 Millionen Euro bei Lithium-Minenprojekt ein

Französischer Staat steigt mit 50 Millionen Euro bei Lithium-Minenprojekt ein


Französischer Staat steigt mit 50 Millionen Euro bei Lithium-Minenprojekt ein
Französischer Staat steigt mit 50 Millionen Euro bei Lithium-Minenprojekt ein / Foto: © AFP/Archiv

Der französische Staat beteiligt sich mit 50 Millionen Euro an einem Projekt für den Lithium-Abbau im zentralfranzösischen Département Allier. Die Förderbank Banque des Territoires unterstütze mit dem Geld die noch ausstehende Machbarkeitsstudie, erklärte das Bergbauunternehmen Imerys am Mittwoch. Die Studie soll im kommenden Jahr vorliegen und sei Voraussetzung für "jegliche finale Investitionsentscheidung" des Unternehmens.

Textgröße ändern:

Imerys will ab 2030 in Allier das Leichtmetall Lithium abbauen. Nach Unternehmensangaben ist dafür eine "enge Zusammenarbeit" mit dem Staat "im Rahmen einer strategischen Partnerschaft" geplant. Frankreichs Wirtschaftsminister Roland Lescure begrüßte laut Pressemitteilung von Imerys "diese Beteiligung, die konkret zur Sicherung der Versorgung mit kritischen Mineralien und Metallen beiträgt".

Lithium wird insbesondere für Batterien, etwa für E-Autos, benötigt. Laut Imerys kann die Mine in Allier künftig "jährlich etwa 700.000 Elektrofahrzeuge mit Lithium versorgen". Das Leichtmetall kommt auch in weiteren Zukunftstechnologien wie Windrädern zum Einsatz, zugleich ist die Situation ähnlich wie bei Seltenen Erden: China ist bei der Verarbeitung des Rohstoffs deutlicher Weltmarktführer.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Nach langer Verzögerung: US-Behörden genehmigen Boeing 737 Max 10

Nach jahrelanger Verzögerung haben die US-Behörden dem Flugzeugbauer Boeing die endgültige Zulassung für das Kurzstreckenflugzeug 737 Max 10 erteilt. Die Luftfahrtbehörde FAA bestätigte am Dienstag nach Angaben des Verkehrsministeriums, dass das größte Flugzeug der Max-Familie alle Konstruktions- und Sicherheitsauflagen erfüllt. Nach zwei Max-Abstürzen in den Jahren 2018 und 2019 mit insgesamt 346 Toten hatte sich das Genehmigungsverfahren in die Länge gezogen.

Merz kritisiert Berliner Pläne zu Vergesellschaftung

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Pläne zur Vergesellschaftung privater Wohnungsunternehmen in Berlin scharf kritisiert. Der Schutz des Eigentums und das "Vertrauen in den funktionierenden Markt" seien "tief verankert in unserer wirtschaftspolitischen Überzeugung", sagte Merz am Dienstag zum Abschluss eines internationalen Investitionsgipfels in der Hauptstadt. "Das ist das Fundament unserer marktwirtschaftlichen Ordnung. Und damit experimentiert man nicht."

Bundesnetzagentur leitet Verfahren gegen Öko-Stromanbieter Grüüün ein

Die Bundesnetzagentur hat ein Verfahren gegen den Öko-Stromanbieter Grüüün eingeleitet. Das Unternehmen habe Anfang des Monats auf seiner Internetseite angekündigt, zum 31. Oktober die Belieferungen von Haushalten einzustellen, erklärte die Bonner Behörde. Stelle ein Energieversorger die Tätigkeit ein, müsse er dies gesetzlich jedoch spätestens drei Monate vorher melden. "Eine Anzeige gegenüber der Bundesnetzagentur erfolgte bisher nicht", erklärte sie.

Stromausfall sorgt für Störungen bei Google-Diensten - britische Banken betroffen

Ein Stromausfall in einem Rechenzentrum in der Region London hat am Dienstag zu Problemen bei den Cloud-Diensten von Google geführt. Die Panne dürfte voraussichtlich bis etwa 15.00 Uhr (MESZ) zur Gänze behoben sein, erklärte der Konzern online. Mehrere britische Banken meldeten weitreichende Störungen bei ihren Angeboten. Das Portal Downdetector, auf dem Nutzer Störungen melden können, gab an, dass hunderte Problemmeldungen auch zu anderen Firmen wie dem britischen Postunternehmen Royal Mail eingegangen seien.

Textgröße ändern: