Deutsche Tageszeitung - Autobahn GmbH: Keine Tunnelsperrungen durch Streik

Autobahn GmbH: Keine Tunnelsperrungen durch Streik


Autobahn GmbH: Keine Tunnelsperrungen durch Streik
Autobahn GmbH: Keine Tunnelsperrungen durch Streik / Foto: © AFP/Archiv

Wegen des Streiks bei der Autobahn GmbH, zu dem die Gewerkschaft Verdi in dieser Woche aufgerufen hat, wird es nicht zu Vollsperrungen von Tunneln kommen. Mit der Gewerkschaft seien im Vorfeld Notdienstvereinbarungen abgeschlossen worden, damit "die Verkehrssicherheit gewährleistet bleibt und zum Beispiel vollständige Tunnelsperrungen vermieden werden", erklärte das staatliche Unternehmen am Dienstag. Es komme jedoch zur Reduzierung der Fahrtstreifen, etwa im Hamburger Elbtunnel.

Textgröße ändern:

Verdi hatte am Montagabend die rund 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH zu Arbeitskampfmaßnahmen aufgerufen. Am Dienstag waren zunächst "Pausen-Aktionen" unter anderem in den Verwaltungszentralen geplant. Am Mittwoch sollen die Autobahnmeistereien bestreikt werden. Am Donnerstag und Freitag sind Tunnelleitzentralen betroffen.

Nach Angaben der Autobahn GmbH steht im Emstunnel der A31 am Donnerstag je Fahrtrichtung nur jeweils eine Fahrspur zur Verfügung. Im Elbtunnel, durch den die A7 verläuft, wird ab Donnerstagabend je Fahrtrichtung ein Fahrstreifen gesperrt. Zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung bleiben geöffnet.

Mit Blick auf die Verhandlungen mit Verdi zeigte sich das staatliche Unternehmen zuversichtlich. Die Tarifpartner "befinden sich in einem konstruktiven Dialog", erklärte die Autobahn GmbH. "Unser Ziel ist es, in der dritten Verhandlungsrunde am 25. und 26. Februar 2026 einen ausgewogenen Abschluss zu erreichen."

Bislang bietet die Autobahn GmbH ihren Mitarbeitern sieben Prozent mehr Lohne über einen Zeitraum von 29 Monaten. Verdi kritisierte insbesondere die "viel zu lange Laufzeit".

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Reichinnek zu Kürzungen bei Unterhaltsvorschuss: "Nächster Tiefschlag für Kinder"

Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek hat die von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) geplanten Einschnitte beim staatlichen Unterhaltsvorschuss scharf kritisiert. "Es ist mal wieder soweit - die Bundesregierung beweist, dass sie immer noch tiefer sinken kann, als man es für möglich gehalten hätte", sagte Reichinnek am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Nach Kürzungen beim Elterngeld und der Streichung des Kindersofortzuschlags plane Prien "den nächsten Tiefschlag für Alleinerziehende und ihre Kinder".

Verbraucher müssen deutlich mehr für Flüge und Pauschalreisen zahlen

Das Reisen per Flugzeug ist in den ersten sechs Monaten des Jahres deutlich teurer geworden. Die Tickets für internationale Flüge verteuerten sich im Vorjahresvergleich um 8,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Auch Pauschalreisen kosteten im ersten Halbjahr 2026 mehr. Der Iran-Krieg ab Ende Februar und die weitgehende Blockade der Straße von Hormus hatten einen sprunghaften Anstieg des Kerosinpreises ausgelöst.

EU-Experten empfehlen Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 Jahren

Ein europäisches Expertengremium hat sich für ein Social-Media-Verbot in der EU für Kinder unter 13 Jahren ausgesprochen. Darüber hinaus seien Beschränkungen für ältere Jugendliche denkbar, solange Onlinedienste sie nicht vor Suchtgefahren, Gewaltdarstellungen und Hassrede schützten, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Einschätzung des Gremiums. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach sich für ein Mindestalter aus.

Erzeugerpreise: Landwirte bekommen im Mai deutlich weniger Geld für ihre Produkte

Die Landwirte in Deutschland haben im Mai deutlich niedriger Preise für ihre Produkte erzielt. Die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Im April hatte die Veränderungsrate bereits bei minus 12,3 Prozent gelegen, im März bei minus 8,8 Prozent.

Textgröße ändern: