Deutsche Tageszeitung - Hauseigentümer und Öl- und Gasverbände für Erneuerbaren-Quote im Brennstoffhandel

Hauseigentümer und Öl- und Gasverbände für Erneuerbaren-Quote im Brennstoffhandel


Hauseigentümer und Öl- und Gasverbände für Erneuerbaren-Quote im Brennstoffhandel
Hauseigentümer und Öl- und Gasverbände für Erneuerbaren-Quote im Brennstoffhandel / Foto: © AFP

Um den weiteren Einbau von Öl- und Gasheizungen zu ermöglichen, sprechen sich der Eigentümerverband Haus & Grund sowie die Interessenverbände der Öl- und Gaswirtschaft für eine Erneuerbaren-Quote im Brennstoffhandel aus. Energieproduzenten und -lieferanten sollten verpflichtet werden, "zunehmend klimaschonende gasförmige oder flüssige Energieträger in den Markt" zu bringen", erklärten die drei Verbände am Mittwoch. "Die Erneuerbaren-Quote sollte anfangs moderat sein und dann jährlich steigen, so dass die Klimaziele für Gebäude gemeistert werden können."

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Erdgas kann in Heizungen unter Umständen durch Biogase oder Wasserstoff ersetzt werden. Beim Heizöl gibt es aktuell Produkte mit niedrigen Pflanzenölanteilen. Die Öl- und Gasbranche sieht demnach "erhebliches Potenzial, das Angebot an klimaschonenden Gas- und Heizölvarianten gegenüber dem heutigen Niveau auszuweiten". So würde die angestrebte Klimaschutzwirkung des sogenannten Heizungsgesetzes ohne große Bürokratie erreicht.

"Mit einer Erneuerbaren-Quote für gasförmige und flüssige Energieträger verpflichten wir die Inverkehrbringer und ermöglichen so einen echten Paradigmenwechsel in der Wärmegesetzgebung", erklärte Andreas Stücke, Hauptgeschäftsführer beim Deutschen Verband Flüssiggas. "Erneuerbare Energien kämen unabhängig vom Fortschritt der Heizungsmodernisierung in den Markt", ergänzte Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer beim Wirtschaftsverband Fuels und Energie (en2x).

Die Kosten für fossile Brennstoffe steigen mittelfristig wegen der CO2-Bepreisung. Zudem steigen die Einzelkosten für Anschlüsse ans Gasnetz, wenn immer weniger Haushalte mit Gas heizen. Erneuerbare Alternativbrennstoffe sind ebenfalls teuer und werden auf absehbare Zeit knapp bleiben.

Kai Warnecke, Präsident von Haus & Grund, würde es dennoch begrüßen, den Einbau von klassischen Heizkesseln mittels einer Erneuerbaren-Quote für den Brennstoffhandel weiter zu ermöglichen. Denn in älteren Gebäuden würden so Investitionen in die energetische Modernisierung attraktiver. "Wer weniger Energie verbraucht, spart auch Geld", erklärte er.

Die derzeitige Regelung aus der als "Heizungsgesetz" bekannt gewordenen Novelle des Gebäudeenergiegesetzes besagt, dass neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Union und SPD hatten im Koalitionsvertrag eine weitreichende Überarbeitung des Heizungsgesetzes vereinbart. Der Vorschlag dafür sollte längst stehen, bislang konnten sich die beteiligten Ministerien und Fraktionen aber nicht einigen.

(V.Sørensen--DTZ)

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