Deutsche Tageszeitung - CDU-Parteitag fordert Erhöhung des Elterngelds

CDU-Parteitag fordert Erhöhung des Elterngelds


CDU-Parteitag fordert Erhöhung des Elterngelds
CDU-Parteitag fordert Erhöhung des Elterngelds / Foto: © AFP

Der CDU-Parteitag hat sich für eine Erhöhung des Elterngelds ausgesprochen. Die Delegierten nahmen am Samstag gegen den Willen der Antragskommission einen Antrag der Jungen Union an, der höhere Grundbeträge beim Elterngeld fordert. Gleichzeitig soll demnach die Absenkung der Einkommensgrenze beim Elterngeld zurückgenommen werden.

Textgröße ändern:

In dem Antrag wird argumentiert, dass das Elterngeld ein zentrales Instrument sei, die Geburtenraten in Deutschland wieder zu erhöhen. Die Grundbeträge im Elterngeld seien seit dessen Einführung im Jahr 2007 aber nicht erhöht worden - sie liegen je nach Einkommen zwischen 300 und 1800 Euro monatlich. Zudem seien im Zuge der Haushaltssanierung im Jahr 2023 unter der Ampel-Regierung die Einkommensgrenzen für den Bezug von Elterngeld zunächst auf 200.000 Euro und dann auf 175.000 Euro gesenkt worden.

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) bat die Delegierten vergeblich, den Antrag nicht zu beschließen, sondern lediglich an die Bundestagsfraktion zu überweisen. Sie argumentierte mit einer schwierigen Haushaltslage und warnte davor, durch eine Annahme des Antrags die Spielräume in Verhandlungen mit dem Koalitionspartner SPD zu verringern.

Beschlossen wurde bei dem Parteitag auch ein Antrag, der bundesweit einheitliche Regelungen zur Nutzung von Handys und anderer Geräte an Schulen bis einschließlich zur zehnten Klasse vorsieht. Dabei sollen "verbindliche Schutzzonen geschaffen werden, in denen die private Nutzung von digitalen Endgeräten während des Unterrichts und den Pausen untersagt ist".

Gleichfalls angenommen wurde ein Antrag der Jungen Union, der die Bundesregierung auffordert, dafür zu sorgen, dass die Mittel des Digitalpakts 2.0 "schnell, unbürokratisch und mit praktikablen Verfahren an die Länder und Schulträger zur Verfügung gestellt werden". Der Digitalpakt 2.0 fördert die Digitalisierung von Schulen mit fünf Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Weiterhin viele Insolvenzen großer Unternehmen in Deutschland

Im vergangenen Jahr ist eine Rekordzahl großer Unternehmen in Deutschland pleite gegangen - und der Trend hält an. Im ersten Halbjahr meldeten 33 Unternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz Insolvenz an, wie der Kreditversicherer Allianz Trade am Freitag mitteilte. Das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Taxi ohne Lenkrad: Tesla stellt "Cybercab" vor

Ein Taxi ohne Lenkrad und Pedale: Der Elektroautohersteller Tesla hat am Donnerstag in Austin im Bundesstaat Texas ein selbstfahrendes "Cybercab" vorgestellt. Mit dem Robotaxi will Tesla den Unternehmen Waymo und Uber Konkurrenz machen, die bereits zahlreiche selbstfahrende Taxis in den USA im Einsatz haben. Tesla-Chef Elon Musk veröffentlichte in seinem Onlinedienst X ein mit Künstlicher Intelligenz (KI) erzeugtes Foto eines riesigen Cybercab, das inmitten einer Staubwolke über die texanische Stadt Austin hinwegrollt.

Bundesdigitalminister Wildberger eröffnet Elektronikmesse IFA mit Rundgang

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) unternimmt am Freitag (8.45 Uhr) gemeinsam mit dem Berliner Finanzsenator Stefan Evers (CDU) einen Eröffnungsrundgang auf der Elektronikmesse IFA in Berlin. Auch Pressestatements sind vorgesehen. Die Messe ist von Freitag bis Dienstag für Fachpublikum und Verbraucherinnen und Verbraucher geöffnet.

50.000 Stellen betroffen: Aufsichtsrat von Volkswagen stimmt Sanierungsplan zu

Der kriselnde Autobauer Volkswagen will in den kommenden Jahren weitere 50.000 Stellen streichen: Der VW-Aufsichtsrat hat dem Sanierungsplan von Europas größtem Autohersteller zugestimmt. Laut dem am Donnerstagabend nach Konzernangaben einstimmig beschlossenen sogenannten Zukunftsplan 2030 ist eine "konzernweite Anpassung der Beschäftigtenzahl in Höhe von rund 50.000 abzubauenden Stellen" vorgesehen - zusätzlich zu dem bereits vereinbarten Abbau von 50.000 Stellen.

Textgröße ändern: