Deutsche Tageszeitung - Deutsche Bahn und GDL verhandeln weiter - letzte Runde vor Ende der Friedenspflicht

Deutsche Bahn und GDL verhandeln weiter - letzte Runde vor Ende der Friedenspflicht


Deutsche Bahn und GDL verhandeln weiter - letzte Runde vor Ende der Friedenspflicht
Deutsche Bahn und GDL verhandeln weiter - letzte Runde vor Ende der Friedenspflicht / Foto: © AFP/Archiv

In den Tarifverhandlungen der Deutschen Bahn mit der Lokführergewerkschaft GDL hat die letzte Verhandlungsrunde vor dem Ende der Friedenspflicht begonnen. Die Unterhändler von DB und GDL sitzen seit Montagmorgen am Berliner Hauptbahnhof zusammen, die Gespräche sind für die gesamte Woche angesetzt. Wird keine Einigung erreicht, sind Streiks ab kommender Woche nicht mehr ausgeschlossen.

Textgröße ändern:

Am Ende der vergangenen Gesprächsrunde vor zwei Wochen hatten sich beide Tarifparteien vorsichtig zuversichtlich gezeigt. Die Verhandlungen seien "weiterhin sehr konstruktiv", hieß es von der Bahn. "Die letzten offenen Punkte" könnten hoffentlich geklärt werden. "Aus Sicht der GDL bewegen sich die Gespräche derzeit in die richtige Richtung", sagte ein GDL-Sprecher. Es gebe Fortschritt in "mehreren zentralen Kernelementen".

Nähere Angaben zum Verhandlungsstand machten die Tarifpartner nicht. Die Gewerkschaft fordert unter anderem acht Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten; darin enthalten ist eine Erhöhung der Zulagen. Die DB hatte unter anderem eine Lohnerhöhung "von in Summe sechs Prozent" vorgeschlagen, allerdings bei einer Laufzeit von 30 Monaten.

Nachdem die Bahn vor gut zwei Wochen dieses erste Angebot vorgelegt hatte, hatte die GDL zunächst den Ton verschärft und mit Abbruch der Verhandlungen gedroht. In den darauffolgenden Gesprächen gab es nach Angaben beider Seiten dann aber Annäherungen. Zentrale Streitpunkte sind dem Vernehmen nach vor allem die von der Bahn vorgeschlagene sehr lange Laufzeit des neuen Tarifvertrags sowie die Anwendung des Tarifeinheitsgesetzes.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Taxi ohne Lenkrad: Tesla stellt "Cybercab" vor

Ein Taxi ohne Lenkrad und Pedale: Der Elektroautohersteller Tesla hat am Donnerstag in Austin im Bundesstaat Texas ein selbstfahrendes "Cybercab" vorgestellt. Mit dem Robotaxi will Tesla den Unternehmen Waymo und Uber Konkurrenz machen, die bereits zahlreiche selbstfahrende Taxis in den USA im Einsatz haben. Tesla-Chef Elon Musk veröffentlichte in seinem Onlinedienst X ein mit Künstlicher Intelligenz (KI) erzeugtes Foto eines riesigen Cybercab, das inmitten einer Staubwolke über die texanische Stadt Austin hinwegrollt.

Bundesdigitalminister Wildberger eröffnet Elektronikmesse IFA mit Rundgang

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) unternimmt am Freitag (8.45 Uhr) gemeinsam mit dem Berliner Finanzsenator Stefan Evers (CDU) einen Eröffnungsrundgang auf der Elektronikmesse IFA in Berlin. Auch Pressestatements sind vorgesehen. Die Messe ist von Freitag bis Dienstag für Fachpublikum und Verbraucherinnen und Verbraucher geöffnet.

50.000 Stellen betroffen: Aufsichtsrat von Volkswagen stimmt Sanierungsplan zu

Der kriselnde Autobauer Volkswagen will in den kommenden Jahren weitere 50.000 Stellen streichen: Der VW-Aufsichtsrat hat dem Sanierungsplan von Europas größtem Autohersteller zugestimmt. Laut dem am Donnerstagabend nach Konzernangaben einstimmig beschlossenen sogenannten Zukunftsplan 2030 ist eine "konzernweite Anpassung der Beschäftigtenzahl in Höhe von rund 50.000 abzubauenden Stellen" vorgesehen - zusätzlich zu dem bereits vereinbarten Abbau von 50.000 Stellen.

OpenAI beginnt mit Einführung von neuem KI-Modell GPT-6

Das US-Unternehmen OpenAI hat am Donnerstag mit der Einführung seines neuen leistungsstarken Modells für Künstliche Intelligenz (KI), GPT-6, begonnen. Das auch als Astra bezeichnete Modell ist OpenAI zufolge zunächst einer "begrenzten Anzahl von Organisationen" vorbehalten, bevor es "in den kommenden Tagen" für zahlende ChatGPT-Abonnenten und Entwickler zugänglich gemacht wird. Es seien Vorkehrungen integriert, um Sicherheitsrisiken zu minimieren.

Textgröße ändern: