Deutsche Tageszeitung - "Handelsblatt": Ulrike Malmendier scheidet als Wirtschaftsweise aus

"Handelsblatt": Ulrike Malmendier scheidet als Wirtschaftsweise aus


"Handelsblatt": Ulrike Malmendier scheidet als Wirtschaftsweise aus
"Handelsblatt": Ulrike Malmendier scheidet als Wirtschaftsweise aus / Foto: © AFP

Die Ökonomin Ulrike Malmendier scheidet einem Bericht des "Handelsblatts" zufolge Ende Februar als Wirtschaftsweise aus. Die Amtszeit der 52-Jährigen in dem Beratungsgremium der Bundesregierung werde nicht verlängert, berichtete die Zeitung am Montag. Demnach hatten das CDU-geführte Wirtschaftsministerium sowie das Kanzleramt ein Veto gegen die Verlängerung eingelegt.

Textgröße ändern:

Malmendier ist eine von fünf Mitgliedern des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die Bundesregierung nominiert die sogenannten Wirtschaftsweisen jeweils für fünf Jahre, jedes Jahr im Februar endet damit die reguläre Amtszeit eines der Mitglieder. Der Sachverständigenrat teilte mit, von der Bundesregierung noch nicht über die anstehende Entscheidung zur Verlängerung der Berufung von Malmendier unterrichtet worden zu sein.

Wie das "Handelsblatt" weiter berichtete, gibt es in der CDU grundsätzlich Kritik an der Ausrichtung des Sachverständigenrates: Vier der fünf Ratsmitglieder hätten sich in den vergangenen Jahren von der traditionellen, ausschließlich ordnungspolitischen Linie des Gremiums wegbewegt. Dazu wird auch Malmendier gezählt.

Laut "Handelsblatt" hätte unter anderem das SPD-geführte Finanzministerium Malmendiers Berufung hingegen gerne verlängert. Der SPD-Fraktionsvize Armand Zorn warf der CDU eine "künstliche Politisierung des Sachverständigenrates" vor.

Unter den Wirtschaftsweisen hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Spannungen gegeben. Der als wirtschaftsnah geltenden Ökonomin Veronika Grimm warfen die anderen vier Mitglieder einen Interessenskonflikt wegen ihrer Berufung in den Aufsichtsrat von Siemens Energy vor. Auch inhaltlich setzte sich Grimm wiederholt ab, im Gutachten des Gremiums vom November etwa trug sie die Forderung nach einer Erbschaftssteuerreform und weniger Ausnahmen für Firmenerben nicht mit.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Merz kritisiert Berliner Pläne zu Vergesellschaftung

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Pläne zur Vergesellschaftung privater Wohnungsunternehmen in Berlin scharf kritisiert. Der Schutz des Eigentums und das "Vertrauen in den funktionierenden Markt" seien "tief verankert in unserer wirtschaftspolitischen Überzeugung", sagte Merz am Dienstag zum Abschluss eines internationalen Investitionsgipfels in der Hauptstadt. "Das ist das Fundament unserer marktwirtschaftlichen Ordnung. Und damit experimentiert man nicht."

Bundesnetzagentur leitet Verfahren gegen Öko-Stromanbieter Grüüün ein

Die Bundesnetzagentur hat ein Verfahren gegen den Öko-Stromanbieter Grüüün eingeleitet. Das Unternehmen habe Anfang des Monats auf seiner Internetseite angekündigt, zum 31. Oktober die Belieferungen von Haushalten einzustellen, erklärte die Bonner Behörde. Stelle ein Energieversorger die Tätigkeit ein, müsse er dies gesetzlich jedoch spätestens drei Monate vorher melden. "Eine Anzeige gegenüber der Bundesnetzagentur erfolgte bisher nicht", erklärte sie.

Stromausfall sorgt für Störungen bei Google-Diensten - britische Banken betroffen

Ein Stromausfall in einem Rechenzentrum in der Region London hat am Dienstag zu Problemen bei den Cloud-Diensten von Google geführt. Die Panne dürfte voraussichtlich bis etwa 15.00 Uhr (MESZ) zur Gänze behoben sein, erklärte der Konzern online. Mehrere britische Banken meldeten weitreichende Störungen bei ihren Angeboten. Das Portal Downdetector, auf dem Nutzer Störungen melden können, gab an, dass hunderte Problemmeldungen auch zu anderen Firmen wie dem britischen Postunternehmen Royal Mail eingegangen seien.

Musk verspricht jedem Kind in den USA eine SpaceX-Aktie

Elon Musk kündigt an, im kommenden Jahr allen Minderjährigen in den Vereinigten Staaten eine Aktie seines Raumfahrtunternehmens zu schenken. Details zur Umsetzung nennt er bislang nicht.

Textgröße ändern: