Deutsche Tageszeitung - Verivox: Handytarife mit unbegrenztem Datenvolumen zum Nachbuchen lohnen selten

Verivox: Handytarife mit unbegrenztem Datenvolumen zum Nachbuchen lohnen selten


Verivox: Handytarife mit unbegrenztem Datenvolumen zum Nachbuchen lohnen selten
Verivox: Handytarife mit unbegrenztem Datenvolumen zum Nachbuchen lohnen selten / Foto: © AFP/Archiv

Das Vergleichsportal Verivox hält Handytarife, bei denen unbegrenzt und kostenlos Datenvolumen zugebucht werden kann, nur in wenigen Fällen für sinnvoll. Sogenannte Unlimited-on-Demand-Tarife gibt es für einen Aufpreis zu Tarifen mit festem Highspeed-Datenkontingent - die Option des Zubuchens müsse also auch genutzt werden, damit sich der Aufpreis lohnt, erklärte das Vergleichsportal am Dienstag. Zugleich sei das Zubuchen für Intensivnutzer aber wenig praktikabel.

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Die Unlimited-on-Demand-Tarife werden laut Verivox meist parallel zu regulären Tarifen mit einem festen Highspeed-Datenvolumen angeboten. Bei diesen wird die Übertragungsgeschwindigkeit gedrosselt, wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist. Für einen Aufpreis von fünf bis 20 Euro haben Unlimited-on-Demand-Kunden die Möglichkeit, unendlich oft Datenvolumen hinzuzubuchen, um die schnelle Datenverbindung beizubehalten.

Gegenüber Tarifen, die unbegrenztes Highspeed-Surfen erlauben, sind die regulären Tarife mit Zubuch-Option zwar deutlich günstiger. Allerdings lässt sich neues Highspeed-Datenvolumen in der Regel nur in Ein-Gigabyte-Schritten nachbuchen. "Die Nachbuch-Schritte sind so kleinteilig, dass der Datenkonsum von Intensivnutzern meist mehrfach am Tag unterbrochen würde", erklärte Verivox. "Ein Gigabyte ist bei HD-Videos oft schon nach 20 bis 30 Minuten verbraucht."

Datenvolumen kann in der Regel auch in regulären Tarifen gegen Aufpreis nachgebucht werden. Das wird laut Verivox jedoch sehr schnell sehr teuer. "Dort fallen für das einmalige Nachkaufen eines kleinen Datenbudgets bisweilen so hohe Zusatzkosten an wie bei Unlimited on Demand in einem Monat", erklärte Jörg Schamberg, Telekommunikationsexperte bei Verivox.

Am wichtigsten ist also, dass Kundinnen und Kunden ihren Datenverbrauch einschätzen können und entsprechend die beste Option wählen. "Für den Normalgebrauch genügt meistens eine klassische Allnet-Flatrate mit passendem Inklusivvolumen", erklärte Schamberg. "Der Durchschnittsverbrauch in Deutschland liegt bei etwa zwölf Gigabyte im Monat. Viele Nutzer unterschätzen, wie oft sie in einem WLAN-Netz eingewählt sind - dann fallen überhaupt keine mobilen Daten an."

(L.Møller--DTZ)

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