Deutsche Tageszeitung - Verband: Wegen Iran-Krieg bereits Schlangen an deutschen Tankstellen

Verband: Wegen Iran-Krieg bereits Schlangen an deutschen Tankstellen


Verband: Wegen Iran-Krieg bereits Schlangen an deutschen Tankstellen
Verband: Wegen Iran-Krieg bereits Schlangen an deutschen Tankstellen / Foto: © AFP/Archiv

Angesichts des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran rechnen Autobesitzer in Deutschland mit stark steigenden Preisen für Benzin und Diesel - und füllen ihre Tanks noch einmal auf. Der Sprecher des Tankstellen-Interessenverbands, Herbert Rabl, berichtete am Montag von einem großen Andrang an den Tankstellen: "Überall in Deutschland gibt es lange Schlangen an den Tankstellen." Das sei bereits am Sonntag zu beobachten gewesen und werde sich am Montag noch fortsetzen.

Textgröße ändern:

"Alle Leute machen sich Sorgen", sagte Rabl der Nachrichtenagentur AFP. Die Preise an den Zapfsäulen seien bereits gestiegen, und die Tankstellenpächter "rechnen fest damit, dass die Preise weiter steigen werden. "Leider" sei auch zu erwarten, dass die Großkonzerne "noch einmal einen Schluck aus der Pulle nehmen werden", sagte Rabl weiter. Sie würden noch einmal "zwei bis drei Prozent" auf die Preise aufschlagen, die sie selbst wegen des Kriegs mehr zahlen müssten. Der Tankstellen-Interessenverband steht für rund 1000 Tankstellen-Pächter in Deutschland.

Der ADAC berichtete am Montagvormittag von einem deutlichen Preisanstieg seit Freitag. Ein Liter Super E10 kostete demnach im bundesweiten Schnitt am Freitag 1,780 Euro, am Sonntag 1,791 Euro und am Montagvormittag 1,830 Euro, wie eine Sprecherin AFP sagte. Beim Diesel stieg der Preis von 1,749 Euro am Freitag auf 1,801 Euro am Montag. "Wir rechnen damit, dass es weiter nach oben geht", sagte die Sprecherin.

Der Iran-Krieg hat den Rohölpreis bereits kräftig steigen lassen. Der Iran kontrolliert die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean verbindet. Rund ein Fünftel der weltweiten Ölproduktion wird täglich über diese Handelsroute transportiert. Am Sonntag wurden dort drei Schiffe angegriffen, zahlreiche Reedereien stellten den Verkehr durch die Passage bereits ein.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Taxi ohne Lenkrad: Tesla stellt "Cybercab" vor

Ein Taxi ohne Lenkrad und Pedale: Der Elektroautohersteller Tesla hat am Donnerstag in Austin im Bundesstaat Texas ein selbstfahrendes "Cybercab" vorgestellt. Mit dem Robotaxi will Tesla den Unternehmen Waymo und Uber Konkurrenz machen, die bereits zahlreiche selbstfahrende Taxis in den USA im Einsatz haben. Tesla-Chef Elon Musk veröffentlichte in seinem Onlinedienst X ein mit Künstlicher Intelligenz (KI) erzeugtes Foto eines riesigen Cybercab, das inmitten einer Staubwolke über die texanische Stadt Austin hinwegrollt.

Bundesdigitalminister Wildberger eröffnet Elektronikmesse IFA mit Rundgang

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) unternimmt am Freitag (8.45 Uhr) gemeinsam mit dem Berliner Finanzsenator Stefan Evers (CDU) einen Eröffnungsrundgang auf der Elektronikmesse IFA in Berlin. Auch Pressestatements sind vorgesehen. Die Messe ist von Freitag bis Dienstag für Fachpublikum und Verbraucherinnen und Verbraucher geöffnet.

50.000 Stellen betroffen: Aufsichtsrat von Volkswagen stimmt Sanierungsplan zu

Der kriselnde Autobauer Volkswagen will in den kommenden Jahren weitere 50.000 Stellen streichen: Der VW-Aufsichtsrat hat dem Sanierungsplan von Europas größtem Autohersteller zugestimmt. Laut dem am Donnerstagabend nach Konzernangaben einstimmig beschlossenen sogenannten Zukunftsplan 2030 ist eine "konzernweite Anpassung der Beschäftigtenzahl in Höhe von rund 50.000 abzubauenden Stellen" vorgesehen - zusätzlich zu dem bereits vereinbarten Abbau von 50.000 Stellen.

OpenAI beginnt mit Einführung von neuem KI-Modell GPT-6

Das US-Unternehmen OpenAI hat am Donnerstag mit der Einführung seines neuen leistungsstarken Modells für Künstliche Intelligenz (KI), GPT-6, begonnen. Das auch als Astra bezeichnete Modell ist OpenAI zufolge zunächst einer "begrenzten Anzahl von Organisationen" vorbehalten, bevor es "in den kommenden Tagen" für zahlende ChatGPT-Abonnenten und Entwickler zugänglich gemacht wird. Es seien Vorkehrungen integriert, um Sicherheitsrisiken zu minimieren.

Textgröße ändern: