Deutsche Tageszeitung - Anstieg der Spritpreise: Frankreich will Tankstellen kontrollieren

Anstieg der Spritpreise: Frankreich will Tankstellen kontrollieren


Anstieg der Spritpreise: Frankreich will Tankstellen kontrollieren
Anstieg der Spritpreise: Frankreich will Tankstellen kontrollieren / Foto: © AFP/Archiv

Angesichts der wegen des Iran-Kriegs steigenden Spritpreise hat die französische Regierung Kontrollen an den Tankstellen angekündigt. Damit solle sichergestellt werden, dass der Anstieg der Kraftstoffpreise "angemessen" sei mit Blick auf den Preis für Rohöl, sagte der französische Wirtschaftsminister Roland Lescure am Mittwoch dem Sender France Info. Er habe die Wettbewerbsbehörde beauftragt, diese Kontrollen zu übernehmen, erklärte er.

Textgröße ändern:

Die beigeordnete Energieministerin und Regierungssprecherin Maud Bregeon rechnet mit einen "begrenzten" Preisanstieg "um einige Cent" an den Zapfsäulen, wie sie dem Sender BFM sagte. Es bestehe kein Risiko einer Unterbrechung der Kraftstoffversorgung. Es sei auch "viel zu früh", um über mögliche preisdämpfende Maßnahmen nachzudenken, wie die rechtspopulistische Partei Rassemblement National sie gefordert hatte.

Der Iran-Krieg hat den Rohölpreis kräftig steigen lassen. Der Iran kontrolliert die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean verbindet. Rund ein Fünftel der weltweiten Ölproduktion wird täglich über diese Handelsroute transportiert. Am Sonntag waren dort drei Schiffe angegriffen worden, zahlreiche Reedereien stellten den Verkehr durch die Passage ein.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Merz kritisiert Berliner Pläne zu Vergesellschaftung

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Pläne zur Vergesellschaftung privater Wohnungsunternehmen in Berlin scharf kritisiert. Der Schutz des Eigentums und das "Vertrauen in den funktionierenden Markt" seien "tief verankert in unserer wirtschaftspolitischen Überzeugung", sagte Merz am Dienstag zum Abschluss eines internationalen Investitionsgipfels in der Hauptstadt. "Das ist das Fundament unserer marktwirtschaftlichen Ordnung. Und damit experimentiert man nicht."

Bundesnetzagentur leitet Verfahren gegen Öko-Stromanbieter Grüüün ein

Die Bundesnetzagentur hat ein Verfahren gegen den Öko-Stromanbieter Grüüün eingeleitet. Das Unternehmen habe Anfang des Monats auf seiner Internetseite angekündigt, zum 31. Oktober die Belieferungen von Haushalten einzustellen, erklärte die Bonner Behörde. Stelle ein Energieversorger die Tätigkeit ein, müsse er dies gesetzlich jedoch spätestens drei Monate vorher melden. "Eine Anzeige gegenüber der Bundesnetzagentur erfolgte bisher nicht", erklärte sie.

Stromausfall sorgt für Störungen bei Google-Diensten - britische Banken betroffen

Ein Stromausfall in einem Rechenzentrum in der Region London hat am Dienstag zu Problemen bei den Cloud-Diensten von Google geführt. Die Panne dürfte voraussichtlich bis etwa 15.00 Uhr (MESZ) zur Gänze behoben sein, erklärte der Konzern online. Mehrere britische Banken meldeten weitreichende Störungen bei ihren Angeboten. Das Portal Downdetector, auf dem Nutzer Störungen melden können, gab an, dass hunderte Problemmeldungen auch zu anderen Firmen wie dem britischen Postunternehmen Royal Mail eingegangen seien.

Musk verspricht jedem Kind in den USA eine SpaceX-Aktie

Elon Musk kündigt an, im kommenden Jahr allen Minderjährigen in den Vereinigten Staaten eine Aktie seines Raumfahrtunternehmens zu schenken. Details zur Umsetzung nennt er bislang nicht.

Textgröße ändern: