Deutsche Tageszeitung - Volkswagen mit Gewinneinbruch - weitere Stellenstreichungen bis 2030

Volkswagen mit Gewinneinbruch - weitere Stellenstreichungen bis 2030


Volkswagen mit Gewinneinbruch - weitere Stellenstreichungen bis 2030
Volkswagen mit Gewinneinbruch - weitere Stellenstreichungen bis 2030 / Foto: © CN-STR/AFP

Der Gewinn des Volkswagenkonzerns ist im vergangenen Jahr um fast die Hälfte eingebrochen. Der Nettogewinn sank auf 6,9 Milliarden Euro, wie der Wolfsburger Konzern am Dienstag mitteilte. Das ist das niedrigste Ergebnis seit der Dieselskandal-Krise im Jahr 2016. Verantwortlich macht der Autobauer vor allem die US-Zölle sowie die Probleme der Volkswagen-Tochter Porsche - und kündigte weitere Stellenstreichungen in Deutschland an.

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Auch bereinigt um Sonderfaktoren wie Abschreibungen bei Porsche lag die Gewinnmarge nur bei 4,6 Prozent, wie der Konzern weiter mitteilte. Werden die Zollkosten herausgerechnet, steigt sie auf 5,5 Prozent. Das reiche "langfristig nicht aus", erklärte VW-Finanzvorstand Arno Antlitz. Für das Jahr 2026 rechnet der Konzern zunächst mit 4,0 bis 5,5 Prozent Rendite.

VW werde nun "weiter konsequent unsere Kosten senken", erklärte Antlitz. In Deutschland werden deshalb weitere Stellen gestrichen: "Insgesamt sollen bis 2030 rund 50.000 Stellen im gesamten Volkswagen-Konzern in Deutschland abgebaut werden", erklärte Konzernvorstand Oliver Blume in einem Brief an die Aktionäre. Ende 2024 hatte VW mit den Gewerkschaften einen Stellenabbau in Deutschland um 35.000 bis 2030 vereinbart, vor allem bei der Kernmarke VW.

Der Konzernumsatz blieb 2025 den Angaben nach weitgehend stabil bei knapp 322 Milliarden Euro (minus 0,8 Prozent). Weltweit beschäftigte VW 662.900 Mitarbeiter - 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Bei den Absatzzahlen freut sich der Autokonzern über einen Anstieg um fünf Prozent in Europa und zehn Prozent in Südamerika. In Nordamerika verkaufte VW hingegen zwölf Prozent weniger Fahrzeuge, in China sechs Prozent weniger. Insgesamt verkaufte der Konzern knapp neun Millionen Fahrzeuge, nach etwas mehr als neun Millionen im Vorjahr.

Der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge stieg auf 22 Prozent vom Auftragsbestand. Im Absatz legten E-Autos um 55 Prozent zu.

(G.Khurtin--DTZ)

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