Deutsche Tageszeitung - Iran-Krieg: Ölpreis steigt um fünf Prozent

Iran-Krieg: Ölpreis steigt um fünf Prozent


Iran-Krieg: Ölpreis steigt um fünf Prozent
Iran-Krieg: Ölpreis steigt um fünf Prozent / Foto: © AFP/Archiv

Vor dem Hintergrund des Krieges der USA und Israels gegen den Iran ist der Ölpreis weiter angestiegen. An der Chicagoer Börse legte der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI am Dienstagabend gegen 23.30 Uhr um fünf Prozent auf 87,65 Dollar (75,49 Euro) zu. Die Internationale Energie-Agentur (IEA) beriet derweil in einer Sondersitzung über eine mögliche Freigabe von Notfall-Ölvorräten.

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Die Ölpreise waren am Dienstag nach einer vorübergehenden Erholung wieder gestiegen. US-Präsident Donald Trump hatte am Montagabend gesagt, der Krieg sei "so gut wie" beendet. Dies führte zunächst zu einem Absinken der Preise. Wegen der auch in den Vereinigten Staaten gestiegenen Benzinpreise steht die Trump-Regierung unter Druck.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Bereits am ersten Kriegstag töteten sie den obersten Anführer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Zudem sorgten die iranischen Revolutionsgarden für die Sperrung der Straße von Hormus, über die normalerweise rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Rohöls transportiert werden.

Die IEA und auch die EU verpflichten ihre Mitglieder, ständig Ölbestände vorzuhalten, die mindestens 90 Tagen ihrer Netto-Importe entsprechen. Seit Gründung der IEA 1974 gab es fünf koordinierte Freigaben: vor dem zweiten Golfkrieg 1991, nach den Hurrikanen Katrina und Rita 2005, während des Bürgerkriegs in Libyen 2011 und zweimal nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022.

(L.Møller--DTZ)

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