Deutsche Tageszeitung - Trump: US-Angriffe auf militärische Ziele auf iranischer Öl-Insel Charg

Trump: US-Angriffe auf militärische Ziele auf iranischer Öl-Insel Charg


Trump: US-Angriffe auf militärische Ziele auf iranischer Öl-Insel Charg
Trump: US-Angriffe auf militärische Ziele auf iranischer Öl-Insel Charg / Foto: © EUROPEAN SPACE AGENCY/AFP

Die US-Armee hat nach den Worten von US-Präsident Donald Trump die iranische Öl-Insel Charg mit massiven Angriffen überzogen. Das Central Command habe "einen der heftigsten Luftangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens ausgeführt", erklärte Trump am Freitag in Onlinediensten. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando habe "jedes militärische Ziel auf dem Kronjuwel des Iran, der Insel Charg, vollständig ausradiert". Das iranische Militär drohte daraufhin mit der Zerstörung von mit den USA verbundener Ölinfrastruktur.

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Die Insel Charg liegt etwa 30 Kilometer von der Küste entfernt im Norden des Persischen Golfs. Über das dort befindliche Öl-Terminal wird fast der gesamte iranische Rohölexport abgewickelt. Trump erklärte, er habe sich "dafür entschieden, die Ölinfrastruktur auf der Insel nicht zu zerstören". "Sollte jedoch der Iran oder irgendjemand anderes etwas unternehmen, um die freie und sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus zu stören, werde ich dies sofort überdenken."

Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar wurde die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, vom iranischen Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran wird von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert. Zudem beschoss der Iran auch Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

Das iranische Militär drohte im Fall von US-Angriffen auf iranische Energieanlagen mit einer Eskalation. "Alle Öl-, Wirtschafts- und Energieanlagen, die Ölgesellschaften der Region gehören, die teilweise im Besitz der Vereinigten Staaten sind oder mit den Vereinigten Staaten zusammenarbeiten, werden unverzüglich zerstört und in Schutt und Asche gelegt", sagte laut iranischen Medien der Sprecher des zentralen Armee-Einsatzkommandos Chatam Al-Anbija, das den Revolutionsgarden angegliedert ist.

Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hatte am Donnerstag gewarnt, Teheran werde "jegliche Zurückhaltung aufgeben", sollten die USA und Israel eine der iranischen Inseln im Golf angreifen. Nach Informationen der Plattform "Axios", die sich auf US-Regierungsvertreter beruft, zählt eine Einnahme der iranischen Insel Charg zu den diskutierten Optionen.

(L.Svenson--DTZ)

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