Deutsche Tageszeitung - Iranische Behörden: "Normaler" Betrieb auf Öl-Insel Charg trotz US-Angriffen

Iranische Behörden: "Normaler" Betrieb auf Öl-Insel Charg trotz US-Angriffen


Iranische Behörden: "Normaler" Betrieb auf Öl-Insel Charg trotz US-Angriffen
Iranische Behörden: "Normaler" Betrieb auf Öl-Insel Charg trotz US-Angriffen / Foto: © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Trotz der US-Angriffe auf die iranische Öl-Insel Charg läuft der Exportbetrieb dort nach Angaben der regionalen Behörden uneingeschränkt weiter. Die Aktivitäten der Ölfirmen am Export-Terminal Charg "gehen normal weiter", sagte der Vize-Gouverneur der iranischen Provinz Buschehr, Ehsan Dschahanijan, am Samstag der Nachrichtenagentur Irna. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete, auf der Insel habe es keine Schäden an der Öl-Infrastruktur gegeben.

Textgröße ändern:

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor von massiven Angriffen auf militärische Ziele auf Charg gesprochen. Nach seinen Worten handelte es sich um "einen der heftigsten Luftangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens". Alle militärischen Ziele auf der Insel im Persischen Golf seien "vollständig ausradiert".

Die Insel Charg liegt im Norden des Persischen Golfs etwa 30 Kilometer von der Küste entfernt. Über das dort befindliche Öl-Terminal wird fast der gesamte iranische Rohölexport abgewickelt.

Vize-Gouverneur Dschahanijan betonte, "das alltägliche Leben und die Routine der Bewohner" auf Charg gingen ganz normal weiter. Bei dem US-Angriff seien weder Soldaten noch Bewohner oder Mitarbeiter der Ölfirmen verletzt worden.

Laut der Nachrichtenagentur Fars "versuchte" die US-Armee bei ihrem Angriff, Luftverteidigungsanlagen, einen Marinestützpunkt, den Kontrollturm des örtlichen Flughafens und einen Hubschrauber-Hangar zu beschädigen.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

"Rente mit 63": Neuer Kompromissvorschlag aus der Union - Skepsis bei SPD

Im Streit um die sogenannte Rente mit 63 wird in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion offenbar ein neuer Kompromissansatz diskutiert. Wie am Dienstag die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Koalitionskreise berichtete, soll die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren demnach offiziell beibehalten werden. Allerdings sollen Erziehungs- oder Pflegezeiten künftig nicht mehr oder weniger stark berücksichtigt werden. Die SPD sieht den Vorschlag skeptisch.

Länder beraten über Deutschlandticket für Gelegenheitsfahrer und Geld für Nahverkehr

Die Verkehrsminister der Länder wollen bei ihrem Treffen ab Mittwoch über ein bundesweites Ticketangebot für Gelegenheitsfahrer im öffentlichen Nahverkehr beraten. Es gehe um ein Angebot "für Gelegenheitsnutzende mit deutschlandweiter räumlicher Geltung analog zum Deutschlandticket", zitierte die Düsseldorfer "Rheinische Post" (Dienstag) aus einer Beschlussvorlage für die Verkehrsministerkonferenz. Der Fokus des Treffens liegt vor allem aber auch auf der Finanzierung des Nahverkehrs.

Einzelhandel erwartet gutes Geschäft mit Halloween-Artikeln

Der deutsche Einzelhandel erwartet erneut ein gutes Geschäft mit Halloween-Artikeln. Im Vergleich zum Vorjahr erwarten die Händler ein Umsatzplus von rund 3,3 Prozent, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) am Dienstag mitteilte. Insgesamt geht der Verband in seiner Prognose von Umsätzen in Höhe von 537 Millionen Euro rund um Halloween und Allerheiligen aus.

Umfrage: Widerstand gegen Zeitumstellung in Deutschland geht zurück

Der Widerstand gegen die turnusmäßige Zeitumstellung hat sich einer Umfrage zufolge abgeschwächt. In einer aktuellen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa für die Krankenkasse DAK sprachen sich nur noch 71 Prozent für ein Ende der Umstellung aus, wie die DAK am Dienstag in Hamburg mitteilte. Das sind fünf Prozentpunkte weniger als 2025 und neun Prozent weniger als 2018, dem Jahr mit der bislang höchsten Ablehnungsquote.

Textgröße ändern: