Deutsche Tageszeitung - Bauministerin Hubertz fordert Mutterschutz für selbstständige Frauen

Bauministerin Hubertz fordert Mutterschutz für selbstständige Frauen


Bauministerin Hubertz fordert Mutterschutz für selbstständige Frauen
Bauministerin Hubertz fordert Mutterschutz für selbstständige Frauen / Foto: © AFP/Archiv

Bauministerin Verena Hubertz (SPD) hat einen Mutterschutz für selbstständige Frauen gefordert. "Wir brauchen mehr Unternehmerinnen im Land, wir brauchen Frauen, die Arbeitsplätze schaffen und die Wirtschaft voranbringen", sagte sie der "Rheinpfalz" (Dienstagsausgabe). "Es ist doch absurd, dass wir ausgerechnet bei diesen Frauen zulassen, dass eine Schwangerschaft zum wirtschaftlichen Risiko wird." Hubertz forderte: "Es braucht den Mutterschutz für Selbstständige."

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Hubertz selbst ist nach dreimonatigem Mutterschutz wieder zurück in ihrem Ministerium. Die letzten Wochen seien "voller Glück, voller Staunen, aber auch schlafloser Nächte" gewesen. "Jetzt freue ich mich, wieder voll einzusteigen."

Es habe sie überrascht, "wie rückständig einige Kommentare in den sozialen Medien waren", sagte die SPD-Ministerin. "Erstaunlich viele sind der festen Überzeugung, dass Politik oder Karriere und Familie nicht zusammengehen", sagte Hubertz. "Mich motiviert das." Es gebe immer noch zu viele Steine, die Müttern bei der Vereinbarkeit von Familie und Karriere in den Weg gelegt würden. "Aber es kann gelingen, wenn wir gemeinsam daran arbeiten, diese wegzurollen."

In der Gesellschaft gibt es Hubertz zufolge noch immer alte Rollenbilder vom arbeitenden Vater und der zu Hause bleibenden Mutter. "Das ist aber in ganz vielen Familien nicht die Realität", sagte sie. "Ich bin sehr dankbar, dass ich einen starken Partner an meiner Seite habe, der die Elternzeit übernimmt, der sich sehr gut um unseren Sohn kümmert und kümmern wird."

Auch in der Politik gebe es da noch Nachholbedarf. "Die Strukturen sind nicht auf Familienfreundlichkeit ausgerichtet", sagte die SPD-Politikerin. "Wenn es um kurz vor Mitternacht eine Abstimmung im Deutschen Bundestag gibt, fragt niemand, wer in der Zeit die Kinder ins Bett bringt."

(V.Sørensen--DTZ)

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