Deutsche Tageszeitung - Preise für neue Verträge gestiegen: Iran-Krieg erreicht laut Verivox Gaskunden

Preise für neue Verträge gestiegen: Iran-Krieg erreicht laut Verivox Gaskunden


Preise für neue Verträge gestiegen: Iran-Krieg erreicht laut Verivox Gaskunden
Preise für neue Verträge gestiegen: Iran-Krieg erreicht laut Verivox Gaskunden / Foto: © AFP/Archiv

Die Folgen des Iran-Krieges erreichen dem Vergleichsportal Verivox zufolge nun auch Gaskunden in Deutschland: Neu abgeschlossene Verträge hätten sich "innerhalb weniger Tage um 1,7 Cent pro Kilowattstunde verteuert", erklärte Verivox am Dienstag in Heidelberg. Dies ist demnach ein Anstieg um mehr als ein Fünftel.

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Noch im Februar bezahlte ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden (kWh) laut dem Portal im bundesweiten Durchschnitt im günstigsten Gastarif mit zwölfmonatiger Preisgarantie rund 8,2 Cent pro kWh. Aktuell liege das günstigste Angebot im Bundesschnitt hingegen bei rund 9,9 Cent/kWh, erklärte Verivox. "Das ist ein Kostenplus von rund 21 Prozent."

Grund für den deutlichen Preissprung sind die stark gestiegenen Großhandelspreise für Erdgas infolge des Iran-Krieges. Laut Verivox lagen sie in Europa zuletzt rund 68 Prozent über dem Vorkriegsniveau.

"Bestandskunden müssen vorerst keine Gas-Preiserhöhungen befürchten", erklärte der Energieexperte des Vergleichsportals, Thorsten Storck. "Die Sorge vor einer länger anhaltenden Schließung der Straße von Hormus und die aktuell hohen Großhandelspreise sorgen jedoch dafür, dass die Neukundenpreise nun deutlich anziehen."

Verbraucherinnen und Verbraucher sollten daher ihren aktuellen Vertrag prüfen - "und wenn möglich das derzeit oft noch günstige Preisniveau für die kommende Heizsaison sichern", riet Storck. Aktuell lägen die Neukundenpreise "immer noch auf dem Niveau des Vorjahres“, erklärte er. "Selbst wenn der Vertrag noch einige Zeit läuft, viele Anbieter erlauben den Wechsel bis zu 12 Monate im Voraus.“

(P.Hansen--DTZ)

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