Deutsche Tageszeitung - DB-Chefin Palla wirbt bei Fahrgästen um Geduld bei Streckensanierungen

DB-Chefin Palla wirbt bei Fahrgästen um Geduld bei Streckensanierungen


DB-Chefin Palla wirbt bei Fahrgästen um Geduld bei Streckensanierungen
DB-Chefin Palla wirbt bei Fahrgästen um Geduld bei Streckensanierungen / Foto: © AFP/Archiv

Bahn-Chefin Evelyn Palla hat bei den Fahrgästen mit Blick auf die Sanierung von Streckenabschnitten um Geduld geworben. "Es stimmt, dass wir die Störungen bislang nur um etwa 50 Prozent reduzieren konnten", sagte sie dem Magazin "Spiegel" laut einer am Dienstag veröffentlichten Meldung. "Vielleicht waren wir in der Vergangenheit auch etwas zu optimistisch."

Textgröße ändern:

Die Deutsche Bahn steht derzeit vor dem Kraftakt, den schlechten Zustand des teils über Jahrzehnte unterfinanzierten Schienennetzes zu verbessern, was für Reisende immer wieder Streckensperrungen bedeutet. Kürzlich hatte der Konzern mitgeteilt, die Strecke zwischen Hamburg und Berlin mit mehreren Wochen Verspätung Mitte Juni wieder in Betrieb zu nehmen. Der Abschnitt war seit August gesperrt gewesen.

"Die heutigen Probleme sind die Folge von Entscheidungen vor zehn bis 15 Jahren, als zu wenig ins Schienennetz investiert wurde", sagte Palla dem "Spiegel". Heute investiere die Bahn wieder deutlich mehr. Dennoch werde "die verbesserte Pünktlichkeit erst mit Zeitverzug" zu spüren sein. "Insgesamt wird es etwa zehn Jahre dauern, bis das Schienennetz wieder in einem guten Zustand ist", sagte die DB-Chefin dem "Spiegel".

Palla kündigte laut dem Magazin an, an der Generalsanierung von Strecken festzuhalten. "Natürlich lernen wir bei jeder Korridorsanierung dazu", sagte sie. Derzeit seien die Vorhaben "in der Tat zeitlich eng getaktet". Viele Sanierungen duldeten aber "keinen Aufschub".

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Aufsichtsrat von Volkswagen stimmt Sanierungsplan zu - Massiver Stellenabbau

Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat dem Sanierungsplan von Europas größtem Autohersteller zugestimmt. Der sogenannte Zukunftsplan 2030 sei am Donnerstagabend einstimmig beschlossen worden, teilte der Konzern in Wolfsburg mit. Demnach ist eine "konzernweite Anpassung der Beschäftigtenzahl in Höhe von rund 50.000 abzubauenden Stellen" vorgesehen.

Wasserdefizit in Deutschland: Erholung durch mehr Herbstregen fraglich

Aufgrund einer Reihe trockener und heißer Jahre fehlt in Deutschland gespeichertes Wasser in einer Größenordnung, die etwa der Hälfte des Bodensees entspricht. Wie das GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam am Donnerstag auf Grundlage von Satellitendaten mitteilte, lag die Wasserspeicherung im Juni ungefähr auf demselben Niveau wie 2025, womit im Vergleich zum langjährigen Mittel 25 Gigatonnen fehlten. Eine Gigatonne entspricht einer Milliarde Tonnen. Zum Vergleich: Der gesamte Bodensee enthält etwa 48 Gigatonnen Wasser.

US-Exportdefizit vergrößert sich im Juli stark

Die USA haben im Juli mehr importiert und weniger exportiert. Das Exportdefizit des Landes vergrößerte sich somit stark und erreicht mit 88,6 Milliarden Euro den höchsten Wert seit über einem Jahr, wie das Handelsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Die aggressive Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump hat eigentlich zum Ziel, die Außenhandelsbilanz mehr ins Gleichgewicht zu bringen.

Aufsichtsratssitzung bei Volkswagen: Kein Kompromiss zu Sparplan in Sicht

Der Sparkurs bei Volkswagen ist am Freitag erneut Thema im Aufsichtsrat - ein Kompromiss zwischen Management, Arbeitnehmervertretung und dem Land Niedersachsen war kurz davor aber nicht in Sicht. Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) verlangte am Donnerstag vom VW-Vorstand ein Konzept, "das Auslastung der Standorte und damit den Erhalt der Industriearbeitsplätze am Standort Deutschland als Ziel hat".

Textgröße ändern: