Deutsche Tageszeitung - Bundesländer vereinbaren Mechanismus für Preissteigerungen des Deutschlandtickets

Bundesländer vereinbaren Mechanismus für Preissteigerungen des Deutschlandtickets


Bundesländer vereinbaren Mechanismus für Preissteigerungen des Deutschlandtickets
Bundesländer vereinbaren Mechanismus für Preissteigerungen des Deutschlandtickets / Foto: © AFP/Archiv

Die Bundesländer haben einen Mechanismus für zukünftige Preissteigerungen des Deutschlandtickets vereinbart. Die Entwicklung der Personal- und Energiekosten sowie der allgemeinen Kosten werden zu unterschiedlichen Anteilen in einem Index abgebildet, wie das bayerische Verkehrsministerium im Anschluss an die Verkehrsministerkonferenz in Lindau am Donnerstag mitteilte. Ab dem kommenden Jahr soll dann der Preis des Monatsticket jährlich entsprechend angehoben werden.

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Das Ticket war am 1. Mai 2023 eingeführt worden und kostete zunächst 49 Euro pro Monat. Der Preis wurde zunächst auf 58 Euro, dann auf 63 Euro erhöht. Bund und Länder gleichen die Einnahmeausfälle der Verkehrsunternehmen mit insgesamt drei Milliarden Euro im Jahr aus, und zwar bis 2030.

Das reicht jedoch aller Voraussicht nach nicht aus. Um die Mehrkosten zu decken, soll deshalb der Ticketpreis nach einem festen Schlüssel jedes Jahr steigen. Die Details mussten noch ausgearbeitet werden, was nach Angaben der Verkehrsminister nun geschehen ist.

Der Beschluss "ist ein wichtiger Schritt, um die Zukunft dieses günstigen Angebots zu sichern", erklärte Sachsen-Anhalts Ministerin Lydia Hüskens (FDP). Der Preisbildung lägen künftig die "üblichen Marktmechanismen" zugrunde. "Personal- und Energiekosten schlagen hier nun mal genauso zu Buche, wie bei anderen Produkten."

Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisierte den Beschluss als "völlig falsches Signal": "Während steigende Spritpreise sofort politische Debatten über Entlastung auslösen, werden hohe Preissteigerungen im öffentlichen Verkehr einfach hingenommen", erklärte VCD-Präsidentin Christiane Rohleder. "Gerade jetzt sollte alles getan werden, um die Alternativen zum Auto attraktiver zu machen."

(B.Izyumov--DTZ)

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