Deutsche Tageszeitung - Commerzbank bekräftigt Ablehnung von Übernahme durch Unicredit

Commerzbank bekräftigt Ablehnung von Übernahme durch Unicredit


Commerzbank bekräftigt Ablehnung von Übernahme durch Unicredit
Commerzbank bekräftigt Ablehnung von Übernahme durch Unicredit / Foto: © AFP

Die Frankfurter Commerzbank hat ihre Ablehung der von der italienischen Unicredit angestrebten Übernahme bekräftigt. Das Angebot der italienischen Großbank biete "kein ausreichendes Wertschöpfungspotenzial" für die Commerzbank-Aktionäre, erklärte das deutsche Institut am Dienstag. Ein Großteil der von der Unicredit skizzierten Potenziale könne die Commerzbank auch eigenständig erwirtschaften - ohne das Risiko einer Zusammenlegung.

Textgröße ändern:

"Auf dieser Grundlage ist eine einvernehmliche Lösung aus Sicht der Commerzbank aktuell nicht erkennbar", erklärte die Bank weiter. Zudem kritisierte sie das Vorgehen der Italiener: Diese hätten "wiederholt ohne vorherige Abstimmung mit der Commerzbank" kommuniziert und gehandelt. "Das ist ein Vorgehen, das den Aufbau des für eine erfolgreiche Transaktion erforderlichen gegenseitigen Vertrauens nachhaltig erschwert."

Die Unicredit war Ende 2024 in großem Stil bei der Commerzbank eingestiegen und hat ihre Anteile seitdem weiter erhöht. Mitte März legte sie ein Angebot für die Übernahme weiterer Anteile vor. Die Commerzbank-Führung und ihren Beschäftigten sowie auch die Bundesregierung haben sich seit dem ersten Einstieg der Unicredit gegen eine Übernahme ausgesprochen.

Die deutsche Bank setzt auf eine Anhebung ihrer Finanzziele, um ihre Aktionäre davon zu überzeugen, dass sie mit einer weiterhin eigenständigen Commerzbank besser fahren. Das Unternehmen sehe "zusätzliche Potenziale über die ursprünglich für 2028 definierten Ziele hinaus", bekräftigte sie nun. Nähere Angaben sollen mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 8. Mai folgen.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Einkommensteuer: Unions-Politiker wollen über Haushaltskürzung höhere Entlastung

Finanzpolitiker der Union wollen über Ausgabenkürzungen im Bundeshaushalt eine höhere Entlastung bei der Einkommensteuerreform ermöglichen. "Wir werden wirklich alles nochmal auf den Prüfstand stellen", sagte der finanzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Fritz Güntzler (CDU), am Donnerstag im Deutschlandfunk. Es müsse im Haushalt geprüft werden, "ob es nicht doch Spielräume gibt, die man nutzen kann".

Datensatz für KI-Training: Bundesgerichtshof prüft Nutzung von Foto

Um zu lernen, braucht Künstliche Intelligenz (KI) riesige Mengen an Daten. Ob dabei Rechte von Urhebern verletzt werden können, wurde am Donnerstag erstmals vom Bundesgerichtshof (BGH) geprüft. In Karlsruhe verhandelte er über die Klage eines Fotografen gegen einen gemeinnützigen Verein, der solche Daten zu Forschungszwecken kostenlos zur Verfügung stellt. (Az. I ZR 281/25)

Benzinpreis steigt auf neues Allzeithoch

Der Benzinpreis an den deutschen Tankstellen hat ein neues Allzeithoch erreicht. Der Liter Super E10 kostete am Mittwoch im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,215 Euro, wie der ADAC in München am Donnerstag mitteilte. Damit wurde der bisherige Höchstpreis von März 2022 übertroffen.

E-Auto-Trend setzt sich fort: Anteil an Neuzulassungen steigt über 32 Prozent

Fast jedes dritte neu zugelassene Auto in Deutschland ist im August ein reiner Elektro-Pkw gewesen. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Donnerstag in Flensburg mitteilte, legten die Neuzulassungen von E-Autos (BEV) im Vergleich zum Vorjahresmonat um 75,1 Prozent auf 68.930 Pkw zu. Gemessen an allen Neuzulassungen entspricht dies einem Anteil von 32,4 Prozent.

Textgröße ändern: