Deutsche Tageszeitung - Iran-Krieg: Trump nennt kritische rechte Kommentatoren "dumme Leute"

Iran-Krieg: Trump nennt kritische rechte Kommentatoren "dumme Leute"


Iran-Krieg: Trump nennt kritische rechte Kommentatoren "dumme Leute"
Iran-Krieg: Trump nennt kritische rechte Kommentatoren "dumme Leute" / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat sich erbost über bekannte Kommentatoren aus seinem eigenen politischen Lager gezeigt, die sich gegen den Iran-Krieg ausgesprochen haben. "Das sind dumme Leute, sie wissen es selbst, ihre Familien wissen es und alle anderen wissen es auch", schrieb Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) in einer wütenden Tirade in seinem Online-Dienst Truth Social.

Textgröße ändern:

Zu den von ihm unter anderem als "Spinner" und "Unruhestifter" bezeichneten Kommentatoren gehören bekannte Namen aus dem rechten Lager wie die ehemaligen Fox-News-Journalisten Tucker Carlson und Megyn Kelly sowie die Verschwörungsideologen Alex Jones und Candace Owens.

Die von Trump Geschmähten hatten den US-Präsidenten wegen des Iran-Kriegs lautstark kritisiert. Sie warfen ihm vor, Wahlkampfversprechen gebrochen zu haben, wonach er die USA nicht in Kriege hineinziehen würde. Einige Kommentatoren beschuldigten Trump auch, sich Druck aus Israel gebeugt zu haben. Der Streit belegt die Spaltung im Trump-Lager über den Iran-Krieg. Für die Republikanische Partei bedeutet dies ein Risiko mit Blick auf die sogenannten Zwischenwahlen im November.

Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit US-israelischen Luftangriffen und der Tötung des obersten Führers Ali Chamenei begonnen. In der Nacht zum Mittwoch (MESZ) wurde eine zweiwöchige Waffenruhe verkündet, die unter anderem zur Bedingung hat, dass der Iran die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus wieder freigibt.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Passagier während Ryanair-Flugs nach Memmingen fast durch kaputtes Fenster hinausgezogen

Alptraum für jeden Flugreisenden: Während eines Ryanair-Fluges von Griechenland nach Deutschland ist ein Passagier am Freitag beinahe durch ein kaputtes Fenster der Maschine hinausgezogen worden. Der Kopf und die Schultern des Mannes hätten sich bereits außerhalb des Fliegers befunden, sagte eine Mitreisende dem griechischen Radiosender Radio Thessaloniki. Der Mann sei von anderen Passagieren des Fluges von Thessaloniki nach Memmingen wieder in das Flugzeug zurückgezogen worden.

Sparpläne bei Volkswagen bleiben unklar - Absatz bricht weiter ein

Nach wochenlangen Spekulationen über massenhafte Stellenstreichungen und Werksschließungen bei Volkswagen bleiben die Sparpläne des Konzerns auch nach der Aufsichtsratssitzung unklar. Der VW-Betriebsrat setzte Vorstandschef Oliver Blume ein Ultimatum, er müsse sich im Laufe des Freitags "unmissverständlich" zu den Sparplänen äußern. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, Blume sei mit seinen Plänen im Aufsichtsrat "vorerst krachend gescheitert".

Absatz von VW im zweiten Quartal um 8,6 Prozent eingebrochen

Der Absatz von Volkswagen ist im zweiten Quartal erneut deutlich zurückgegangen: Weltweit verkaufte der Konzern mit knapp 2,1 Millionen Fahrzeugen 8,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie er am Freitag mitteilte. Demnach brachen die Verkäufe in China - dem wichtigsten Absatzmarkt - um 36,6 Prozent ein, während es insbesondere in Nord- und Südamerika und auch in Europa Zuwächse gab. Der Absatzrückgang bei VW hat sich damit weiter beschleunigt.

Ausbau der Infrastruktur als Nato-Ziel: Studie sieht Potenzial für Millionen Jobs

Ob Cybersicherheit oder Brücken, über die auch schwere Militärfahrzeuge rollen können - im Zuge ihrer massiven Ausweitung der Verteidigungsausgaben haben sich die Nato-Länder auch auf mehr Geld für sicherheitsrelevante Infrastruktur verständigt. Dies könnte einer Studie zufolge erhebliche Effekte haben: Zu erwarten seien ein "kräftiger Wachstumsschub" und europaweit die Schaffung von rund 4,4 Millionen Jobs, wie die Beratungsgesellschaft EY-Parthenon und die Deka-Bank am Freitag mitteilten. Allein in Deutschland könnten demnach rund 723.000 Arbeitsplätze entstehen.

Textgröße ändern: