Deutsche Tageszeitung - Irans Marinechef nennt Trumps Blockade-Drohung für Straße von Hormus "lächerlich"

Irans Marinechef nennt Trumps Blockade-Drohung für Straße von Hormus "lächerlich"


Irans Marinechef nennt Trumps Blockade-Drohung für Straße von Hormus "lächerlich"
Irans Marinechef nennt Trumps Blockade-Drohung für Straße von Hormus "lächerlich" / Foto: © NASA Earth Observatory/AFP/Archiv

Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Straße von Hormus zu blockieren, ist vom Chef der iranischen Marine als "lächerlich" zurückgewiesen worden. Schahram Irani sagte am Sonntagabend nach Angaben des Staatsfernsehens: "Die Drohungen des US-Präsidenten, Iran auf See zu blockieren, sind lächerlich und absurd." Die iranische Marine "überwacht und kontrolliert alle Bewegungen der aggressiven US-Armee in der Region".

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Zuvor hatte Trump nach dem Scheitern von direkten Verhandlungen mit Teheran neue Drohungen ausgestoßen und erklärt, dass die USA nun die Straße von Hormus blockieren wollten. Die US-Marine werde "mit sofortiger Wirkung damit beginnen, alle Schiffe zu blockieren, die versuchen, in die Straße von Hormus einzufahren oder sie zu verlassen", erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Als Grund nannte er Teherans Weigerung, beim Atomprogramm Zugeständnisse zu machen.

Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman wird von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert. Nur iranische Schiffe oder vom Iran genehmigte Schiffe, die teilweise Geld zahlten, durften die Meerenge passieren. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen ließen weltweit die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

"Alle Iraner, die uns oder friedliche Schiffe angreifen, werden in die Hölle gejagt", schrieb Trump nun. Er habe die US-Marine angewiesen, "jedes Schiff in internationalen Gewässern abzufangen, das eine Mautgebühr an den Iran gezahlt hat. Niemand, der eine illegale Abgabe zahlt, wird auf hoher See sicheren Durchgang erhalten."

Der Iran-Krieg hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen. Seit einigen Tagen gilt eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. Erste direkte Verhandlungen zwischen Washington und Teheran über eine endgültiges Ende der Kämpfe fanden am Samstag in Pakistan statt, sie scheiterten aber. US-Vizepräsident JD Vance sagte, es seien gute Gespräche gewesen, es habe jedoch keine Einigung gegeben. Knackpunkt war laut Vance Teherans fehlende Zusage für einen Verzicht auf Atomwaffen.

(P.Hansen--DTZ)

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