Deutsche Tageszeitung - Rheinmetall will künftig auch ballistische Raketen bauen

Rheinmetall will künftig auch ballistische Raketen bauen


Rheinmetall will künftig auch ballistische Raketen bauen
Rheinmetall will künftig auch ballistische Raketen bauen / Foto: © AFP

Der Rüstungskonzern Rheinmetall expandiert und will künftig auch ballistische Raketen bauen. Das Düsseldorfer Unternehmen kündigte am Montag die Gründung eines Joint Ventures mit dem europäischen Raketenbauer Destinus mit Sitz in den Niederlanden an. "Dieses wird fortschrittliche Raketensysteme herstellen, vermarkten und liefern. Dazu gehören Marschflugkörper und ballistische Raketenartillerie", erklärte Rheinmetall.

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Destinus ist nach eigenen Angaben ein wichtiger Lieferant für die ukrainische Armee und verfügt bereits über ein etabliertes Serienproduktionsprogramm in Europa für mehr als 2000 Marschflugkörpersysteme pro Jahr. Laut Rheinmetall zeigen die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten jedoch, "dass die Nachfrage nach skalierbaren Angriffssystemen nicht mehr in begrenzten Stückzahlen gemessen wird". Es brauche "potenziell zehntausende" Systeme pro Jahr.

"Mit diesem Joint Venture wollen Rheinmetall und Destinus die Lücke zwischen den Anforderungen Europas sowie der Ukraine und den Möglichkeiten der europäischen Verteidigungsindustrie schließen - und zwar in großem Maßstab und im industriellen Tempo", führen die beiden Unternehmen aus. Rheinmetall verspricht sich davon "kurzfristig eine Marktchance im Bereich von Hunderten von Millionen Euro und langfristig ein Potenzial im niedrigen Milliardenbereich".

Das neue Unternehmen "Rheinmetall Destinus Strike Systems" soll den Angaben nach vorbehaltlich der nötigen Genehmigungen in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten. Rheinmetall soll 51 Prozent und Destinus 49 Prozent der Anteile halten.

(W.Uljanov--DTZ)

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