Deutsche Tageszeitung - IEA: Stärkster Einbruch der Ölnachfrage seit Corona-Pandemie

IEA: Stärkster Einbruch der Ölnachfrage seit Corona-Pandemie


IEA: Stärkster Einbruch der Ölnachfrage seit Corona-Pandemie
IEA: Stärkster Einbruch der Ölnachfrage seit Corona-Pandemie / Foto: © AFP/Archiv

Die Nachfrage nach Rohöl könnte im zweiten Quartal des Jahres nach Schätzungen der Internationalen Energie-Agentur (IEA) den stärksten Einbruch seit der Corona-Pandemie 2020 verzeichnen. Die durch den Krieg im Nahen Osten ausgelösten Preissteigerungen führten dazu, dass viele Länder und Branchen ihren Energieverbrauch drosselten, heißt es in dem am Dienstag in Paris veröffentlichten Monatsbericht der IEA. "Die Nachfrage reduziert sich, so lange Knappheit und hohe Preise anhalten."

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Die IEA geht in ihrer Prognose davon aus, dass die Öllieferungen durch die Straße von Hormus im Mai wieder aufgenommen werden. In diesem Fall sei im zweiten Quartal des Jahres mit einem Rückgang um 1,5 Millionen Barrel pro Tag zu rechnen, "dem stärksten seit der Corona-Epidemie".

Falls die Meerenge, die seit dem Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar faktisch geschlossen ist, weiter gesperrt bleibe, dann dürfte die Nachfrage noch weiter sinken. "In diesem Fall müssen sich Energiemärkte und Volkswirtschaften weltweit in den kommenden Monaten auf erhebliche Störungen einstellen", warnte die IEA.

Die Agentur hatte bereits im März erklärt, dass die Versorgung des Weltmarkts mit Ölprodukten wegen der Blockade der Straße von Hormus so stark gestört sei wie nie zuvor. Durch die Meerenge verläuft normalerweise rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte.

(O.Tatarinov--DTZ)

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