Deutsche Tageszeitung - Konkurrenz für Starlink: Amazon kündigt Kauf von Globalstar an

Konkurrenz für Starlink: Amazon kündigt Kauf von Globalstar an


Konkurrenz für Starlink: Amazon kündigt Kauf von Globalstar an
Konkurrenz für Starlink: Amazon kündigt Kauf von Globalstar an / Foto: © AFP/Archiv

Der US-Konzern Amazon hat den Kauf des US-Satellitenbetreibers Globalstar angekündigt. Amazon habe ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet und werde den Aktionären von Globalstar ein Angebot von 90 Dollar pro Anteilsschein machen, teilte der Konzern am Dienstag mit. Globalstar hat Medienberichten zufolge einen Marktwert von rund neun Milliarden Dollar (7,6 Milliarden Euro).

Textgröße ändern:

Amazon könnte mit Hilfe von Globalstar dem Satellitennetzwerk Starlink von US-Milliardär Elon Musk Konkurrenz machen. Der Konzern von Milliardär Jeff Bezos baut aktuell ein eigenes Satellitennetzwerk namens Leo auf. "Es gibt Milliarden von Kunden, die an Orten leben, reisen und arbeiten, die außerhalb der Reichweite bestehender Netzwerke liegen, und wir haben Amazon Leo ins Leben gerufen, um diese Lücke zu schließen", erklärte Konzernmanager Panos Panay am Dienstag.

Leo betreibt aktuell rund 200 Satelliten im Weltraum. Starlink von Musks Unternehmen SpaceX verfügt über 10.000 Satelliten.

Amazon zufolge haben rund 58 Prozent der Aktionäre von Globalstar das Angebot bereits angenommen. Der Kauf soll demnach im kommenden Jahr abgeschlossen werden.

20 Prozent an Globalstar gehören dem US-Techkonzern Apple. Er werde Leo für Satellitenkommunikation direkt auf iPhones und Apple-Smartwatches nutzen, hieß es.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Positive Sondereffekte durch Iran-Krieg: Chemieindustrie deutlich im Plus

Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie hat im zweiten Quartal zumindest kurzfristig von den Folgen des Iran-Kriegs profitiert. "In den vergangenen Monaten stockten viele Unternehmen angesichts des Nahostkonflikts ihre Lager auf", erklärte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Donnerstag. "Zudem verursachte der Konflikt zeitweise schwere Lieferkettenprobleme bei der Konkurrenz aus Asien und dem Nahen Osten - zum Vorteil einiger deutscher und europäischer Hersteller."

Speicherbetreiber fordern Vergünstigungen für mehr Gaseinspeicherung

Die Betreiber von Gasspeichern in Deutschland haben Vergünstigungen für ihr Geschäft gefordert, um die Speicherstände zu erhöhen. "Die aktuellen Marktbedingungen setzen keine ausreichenden wirtschaftlichen Anreize für die Gasspeicherbefüllung", erkärte die Initiative Energien Speichern (Ines) am Donnerstag. Kurzfristig könnten daher die Konvertierungsumlage und die Netzentgelte an Speicheranschlusspunkten abgeschafft werden.

US-Energieminister Wright weist Vorwürfe nach Öl-Abkommen mit Venezuela zurück

Nach der umstrittenen Vereinbarung der USA mit Venezuela über den Zugang zu dessen Öl-Vorräten hat Energieminister Chris Wright Vorwürfe zurückgewiesen, Washington würde das Öl des südamerikanischen Landes "stehlen". "Das stimmt natürlich überhaupt nicht", sagte Wright am Mittwoch vor Journalisten am Flughafen von Caracas. Er fügte hinzu: "Tatsächlich gehört das Öl in Venezuela dem venezolanischen Volk."

Bundesgerichtshof verhandelt über Nutzung von Foto für KI-Training

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe verhandelt am Donnerstag (09.00 Uhr) über die Frage, ob ein Foto für das Training von Künstlicher Intelligenz (KI) genutzt werden darf. Ein Fotograf klagte gegen eine gemeinnützige Organisation, die kostenlos Milliarden von Datensätzen für KI-Training zur Verfügung stellt. Dazu lud sie vorübergehend öffentlich zugängliche Vorschaubilder herunter, auch eins von einem Foto des Klägers. (Az. I ZR 281/25)

Textgröße ändern: