Deutsche Tageszeitung - Nach Facebook-Sperrung: Seite von Playboy Deutschland wieder online

Nach Facebook-Sperrung: Seite von Playboy Deutschland wieder online


Nach Facebook-Sperrung: Seite von Playboy Deutschland wieder online
Nach Facebook-Sperrung: Seite von Playboy Deutschland wieder online / Foto: © AFP/Archiv

Nach einer mehrwöchigen Sperre ist die Facebookseite von Playboy Deutschland wieder erreichbar. Wie der deutsche Playboy-Verlag Kouneli Media am Donnerstag mitteilte, entsperrte der Facebook-Mutterkonzern Meta die Seite des Magazins am Mittwoch. Dem sei eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Düsseldorf gegen das US-Unternehmen vorausgegangen, das die Sperrung der Seite durch Meta "als rechtswidrig eingestuft" habe.

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Die von mehr als 1,8 Millionen Followern abonnierte Facebook-Seite von Playboy Deutschland war nach Verlagsangaben ab dem 17. Februar nicht mehr auffindbar gewesen. Nach einem Einspruch bei Meta habe die Facebook-Mutter der Playboy-Redaktion am 19. Februar mitgeteilt, dass die Löschung der Seite endgültig sei, erklärte Kouneli Media.

Als Gründe habe Meta - unter Verweis auf seine "Gemeinschaftsregeln" - auf "sexuell motivierte Kontaktaufnahme durch Erwachsene" sowie "Nacktheit und sexuelle Handlungen" verwiesen. Allerdings sei Meta bis heute eine Auskunft über konkrete Angaben zu den einzelnen beanstandeten Inhalten oder Begründungen schuldig geblieben, erklärte der Verlag.

Den Angaben nach wird die einstweilige Verfügung "derzeit über das Gericht an Meta in Irland verschickt". An der Meta-Niederlassung in Deutschland sei sie bereits kurz nach Erlass per Gerichtsvollzieher zugestellt worden, fuhr Kouneli Media fort.

Meta hatte die Facebookseite von Playboy Deutschland nach Verlagsangaben bereits im Juni vergangenen Jahres gesperrt - "auch damals ohne Aufklärung des Sachverhaltes", wie der Verlag im März mitteilte. 2025 war die Facebookseite demnach nach rund einer Woche wieder auffindbar.

Der US-Internetriese habe sich aber auch diesbezüglich weder zu den Gründen der zeitweiligen Sperrung noch zur Wiederherstellung der Seite geäußert, kritisierte Kouneli Media. Meta müsse sich deshalb den Vorwurf gefallen lassen, "seine marktbeherrschende Stellung zu missbrauchen und vollkommen willkürlich als auch intransparent zu agieren", erklärte Verlagsgeschäftsführer und Playboy-Chefredakteur Florian Boitin.

(Y.Leyard--DTZ)

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