Deutsche Tageszeitung - Veranstalter: Mehr als 80.000 Menschen bei Demonstrationen für Energiewende

Veranstalter: Mehr als 80.000 Menschen bei Demonstrationen für Energiewende


Veranstalter: Mehr als 80.000 Menschen bei Demonstrationen für Energiewende
Veranstalter: Mehr als 80.000 Menschen bei Demonstrationen für Energiewende / Foto: © AFP

Mehr als 80.000 Menschen haben nach Angaben der Veranstalter am Samstag an mehreren Demonstrationen für eine schnellere Energiewende teilgenommen. In Köln seien dafür 30.000 Menschen auf die Straße gegangen, in Berlin 24.000, in Hamburg 15.000 und in München 12.000, teilte das Bündnis von Umweltverbänden mit, das zu den Demonstrationen aufgerufen hatte. Es wertete die Proteste als "riesigen Erfolg".

Textgröße ändern:

Die Demonstrationen seien zugleich ein "klares Signal" an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), erklärte das Bündnis. Sie müsse ihren Kurs in der Energiepolitik ändern. Reiche wird vorgeworfen, durch ihre Gesetzespläne den Ökostrom-Ausbau abwürgen zu wollen.

Angesichts rasant steigender Energiepreise infolge des Iran-Kriegs und der zunehmend gravierenden Folgen der Klimakrise entscheidet die Unabhängigkeit von fossilen Energien immer stärker über Sicherheit und Stabilität, wie das Bündnis betonte. Entsprechend sei der Protest über die Klima- und Umweltbewegung hinausgegangen. Initiatoren der Demonstrationen waren unter anderem Greenpeace, WWF, Fridays for Future, Deutsche Umwelthilfe, Germanwatch und das Netzwerk Campact.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Energieberater kritisieren kurzfristige Förderkürzungen für Heizungstausch

Der Energieberaterverband GIH sieht die kurzfristig angekündigten Kürzungen bei der Förderung für den Einbau einer neuen Heizung äußerst kritisch. "Kurzfristige Kürzungen, komplexe Regelungen und fehlende Übergangsfristen bremsen genau die Menschen aus, die heute in klimafreundliche Gebäude investieren wollen", erklärte GIH-Chef Stefan Bolln am Mittwochabend. "Was der Gebäudesektor jetzt braucht, ist keine Kehrtwende, sondern stabile und verlässliche Rahmenbedingungen am Markt."

Grüne kritisieren geplante Abschaffung von Kindersofortzuschlag

Die Grünen haben die von Union und SPD geplante Abschaffung des Kindersofortzuschlags scharf kritisiert. Die Bundesregierung spare ausgerechnet bei den Familien mit dem wenigsten Geld und bei Kindern, die in Armut aufwüchsen, sagte die frühere Parteivorsitzende Ricarda Lang am Donnerstag den Sendern RTL und ntv. Die Bundesregierung begründet die Abschaffung mit Sparzwängen.

Deutsche Exporte im Mai erneut gestiegen - vor allem in die USA

Die deutschen Exporte haben im Mai erneut zugelegt. Vor allem in die USA wurde mehr geliefert, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Insgesamt wurden Waren im Wert von 137,9 Milliarden Euro aus Deutschland ausgeführt - 0,9 Prozent mehr als im April und 6,1 Prozent mehr als im Mai 2025.

VW-Aufsichtsrat kommt zusammen - IG Metall protestiert wegen Sparkurses

Vor dem Hintergrund von Sparmaßnahmen bei Volkswagen kommt am Donnerstag der Aufsichtsrat des Wolfsburger Konzerns zu einer Sitzung zusammen. Dabei will der Vorstand den Aufsichtsrat Medienberichten zufolge über seine Pläne für die Zukunft des Autobauers informieren, die auf Gewerkschaftsseite Befürchtungen vor einem möglichen Kahlschlag wecken. Die IG Metall hat deshalb für Donnerstag "an allen Standorten des VW-Konzerns in Deutschland" zu Aktionen aufgerufen.

Textgröße ändern: