Deutsche Tageszeitung - Trump: US-Kriegsschiff greift iranischen Frachter im Golf von Oman an

Trump: US-Kriegsschiff greift iranischen Frachter im Golf von Oman an


Trump: US-Kriegsschiff greift iranischen Frachter im Golf von Oman an
Trump: US-Kriegsschiff greift iranischen Frachter im Golf von Oman an / Foto: © NASA Earth Observatory/AFP/Archiv

Die US-Marine hat nach Angaben von Präsident Donald Trump ein iranisches Frachtschiff im Golf von Oman beschossen und unter ihre Kontrolle gebracht. Das Schiff habe versucht, die von den USA errichtete Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus zu umgehen, schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social.

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Das iranische Schiff habe Aufforderungen zum Anhalten ignoriert, daraufhin habe der US-Lenkwaffenzerstörer "ein Loch in den Maschinenraum gesprengt", erklärte Trump. Derzeit befinde sich der iranische Frachter "Touska" unter Kontrolle der US-Marine. Das Schiff ist nach Angaben Trumps "wegen früherer illegaler Aktivitäten" mit US-Sanktionen belegt.

Die Lage rund um die Straße von Hormus ist weiterhin äußerst angespannt. Der Iran hatte am Samstag seine Öffnung der Meerenge nach nur einem Tag wieder rückgängig gemacht. Die iranische Armeeführung begründete dies mit der anhaltenden US-Blockade iranischer Häfen.

Die französische Reederei CMA CGM teilte am Sonntag mit, dass eines ihrer Schiffe am Vortag in der Straße von Hormus zum Ziel von Warnschüssen geworden sei. Trump hatte zuvor erklärt, dass neben einem französischen Schiff auch ein britischer Frachter unter Beschuss geraten sei.

Durch die Straße von Hormus verläuft normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgaslieferungen. Nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar hatte Teheran die Meerenge weitestgehend für die internationale Schifffahrt gesperrt. Die Blockade hat weltweit die Preise für Öl und Flüssiggas in die Höhe getrieben.

Der Angriff auf das iranische Frachtschiff ereignete sich kurz vor dem Auslaufen der zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, die am Mittwoch endet. Trump kündigte am Sonntag an, dass US-Unterhändler am Montagabend zu weiteren Verhandlungen in Pakistan einträfen.

Der Iran erteilte einer neuen Verhandlungsrunde mit den USA jedoch vorerst eine Absage. "Es gibt derzeit keine Pläne, an der nächsten Runde der Gespräche zwischen dem Iran und den USA teilzunehmen", berichtete der staatliche TV-Sender Irib unter Berufung auf iranische Quellen. Eine erste Verhandlungsrunde unter Vermittlung Pakistans war vor einer Woche ergebnislos geblieben.

(W.Uljanov--DTZ)

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