Deutsche Tageszeitung - Unicredit-Chef kritisiert Strategieplan der Commerzbank

Unicredit-Chef kritisiert Strategieplan der Commerzbank


Unicredit-Chef kritisiert Strategieplan der Commerzbank
Unicredit-Chef kritisiert Strategieplan der Commerzbank / Foto: © AFP

Der Chef der italienischen Großbank Unicredit, Andrea Orcel, hat vor dem Hintergrund einer angestrebten Übernahme den auf Eigenständigkeit ausgerichteten Strategieplan der Commerzbank kritisiert. Die Strategie stütze sich zu sehr auf "externe Rahmenbedingungen" und auf "internationales Wachstum", sagte Orcel am Montag auf einer Analysten-Konferenz. "Die Commerzbank kann weitaus mehr Wert schaffen als heute, und ihr derzeitiger Kurs gefährdet mittelfristig ihr Überleben."

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Die Unicredit hat ein offzielles Angebot zur Übernahme weiterer Commerzbank-Anteile abgegeben. In diesem Rahmen würde sie das Geschäft der deutschen Bank "wieder auf Deutschland ausrichten", sagte Orcel. Demnach soll das Bankgeschäft stärker digitalisiert werden. Dies würde "die Aktivitäten der Commerzbank in Deutschland transformieren, sie wettbewerbsfähig machen und weitere Umstrukturierungspläne vermeiden".

Zudem würden mit der Hypovereinsbank, die bereits zur Unicredit gehört, und der Commerzbank zwei große deutsche Banken "kombiniert", sagte Orcel weiter. Sie würden so "zu einem starken und wettbewerbsfähigen deutschen Marktführer, der Teil eines großen, europaweiten Konzerns ist".

Die Unicredit war Ende 2024 in großem Stil bei der Commerzbank eingestiegen und hat ihre Anteile seitdem weiter erhöht. Mitte März legte sie ein Angebot für die Übernahme weiterer Anteile vor. Die Commerzbank-Führung und ihren Beschäftigten sowie auch die Bundesregierung haben sich seit dem ersten Einstieg der Unicredit gegen eine Übernahme ausgesprochen.

Die Frankfurter Bank setzt auf eine Anhebung ihrer Finanzziele, um ihre Aktionäre davon zu überzeugen, dass sie mit einer weiterhin eigenständigen Commerzbank besser fahren.

(V.Sørensen--DTZ)

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